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Generalversammlung 2026 Klare Zustimmung zum eingeschlagenen Kurs

Rund 250 Landwirtinnen und Landwirte folgten der Einladung zur Generalversammlung 2026 im Mövenpick Hotel Münster. Unter der Leitung von Jochen Westermann (rechts), Aufsichtsratsvorsitzender der Westfleisch SCE, standen das Geschäftsjahr 2025, aktuelle Entwicklungen im Marktumfeld sowie die künftige Ausrichtung der Genossenschaft im Mittelpunkt.

Deutlicher Ergebnissprung und attraktive Ausschüttung für Mitglieder

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Mit einem deutlich verbesserten Jahresergebnis blickt Westfleisch auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Auf der Generalversammlung stellte CFO Carsten Schruck die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens vor und zog eine positive Bilanz.

Besonders erfreulich entwickelte sich das operative Geschäft: Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Gleichzeitig konnte das operative Ergebnis (EBIT) um 18,6 Millionen Euro auf 38,3 Millionen Euro gesteigert werden. Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 12,6 Millionen Euro auf 25,6 Millionen Euro.

Wachstumstreiber waren insbesondere die Sparte Schwein sowie die Weiterverarbeitung. Gleichzeitig gelang es, die erheblichen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre durch das konzernweite Effizienzprogramm „WEfficient” weitgehend zu kompensieren.

Die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Strukturen wird auch künftig höchste Priorität haben.
Carsten Schruck, Finanzvorstand der Westfleisch SCE

Von der positiven Geschäftsentwicklung sollen auch die Mitglieder profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen eine Dividende von 4,2 Prozent für die Westfleisch SCE und die Westfleisch Finanz AG vor. Darüber hinaus ist ein Sonderbonus vorgesehen. Insgesamt sollen rund 1,7 Millionen Euro an die Mitglieder ausgeschüttet werden.

Auch die finanzielle Stabilität des Unternehmens bleibt auf hohem Niveau. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt weiterhin bei rund 39 Prozent, während die Nettoverschuldung im Jahresverlauf nochmals deutlich reduziert werden konnte.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr verwies Schruck auf die herausfordernden Rahmenbedingungen. Geopolitische Entwicklungen, insbesondere der Iran-Konflikt, hätten zu erheblichen Kostensteigerungen geführt. Gleichzeitig erschwere eine verhaltene Nachfrage die Preisverhandlungen in den Märkten. Dennoch sei Westfleisch mit einem erfolgreichen Jahresstart und weiteren Marktanteilsgewinnen gut aufgestellt. Ziel bleibe es, das Konzernergebnis auch 2026 weiter zu verbessern.

Wachstumskurs in der Weiterverarbeitung fortgesetzt

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Die Unternehmen der Westfleisch-Weiterverarbeitung haben ihren Wachstumskurs im Jahr 2025 erfolgreich fortgesetzt. Auf der Generalversammlung berichtete Johannes Steinhoff, COO Processing, über die Entwicklung von WestfalenLand, Gustoland und The Petfood Company. 

Besonders erfreulich entwickelte sich WestfalenLand. Das Unternehmen steigerte seinen Absatz erneut deutlich und erreichte einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren vor allem der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, die Gewinnung neuer Kunden sowie die zunehmende Vermarktung von Fleisch aus höheren Haltungsformen.

Ein Schwerpunkt lag dabei auf der erfolgreichen Umstellung im Rindfleischbereich. Die Vermarktung von Fleisch aus der Haltungsform 3 wurde in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Für 2026 wird bereits erwartet, dass mehr als die Hälfte des Rindfleischabsatzes von WestfalenLand auf dieses Segment entfällt. Gleichzeitig konnten die Verwertungsquoten weiter verbessert und die Ganztiervermarktung optimiert werden.

Auch Gustoland setzte seinen Wachstumskurs fort. Der Absatz stieg im vergangenen Jahr erneut deutlich an. Wesentliche Treiber waren zusätzliche Vertragsabschlüsse im Bereich Haltungsform 3 sowie eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Kapazitätsauslastung und optimierte Kostenstrukturen. Gleichzeitig wurde der umfangreiche Ausbau des Standortes erfolgreich abgeschlossen. Moderne Produktionshallen und eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit mehr als 4,3 Megawatt Peak-Leistung unterstreichen den Anspruch des Unternehmens, Wachstum und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden.

Positiv entwickelte sich zudem The Petfood Company. Das Unternehmen konnte seine Marktposition weiter ausbauen und wichtige Listungen im Fachhandel erreichen. Trotz eines insgesamt schwierigen Marktumfelds mit Überkapazitäten und zurückhaltender Nachfrage wurden die betriebliche Effizienz deutlich verbessert und die Frischeverarbeitung weiter ausgebaut.

Die konsequente Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse, höhere Haltungsformen und eine effiziente Rohstoffverwertung sind die Grundlage für den weiteren Erfolg der Weiterverarbeitung.
Johannes Steinhoff, Westfleisch-Vorstandsmitglied

Damit schafft Westfleisch zusätzliche Wertschöpfung für seine Mitglieder und stärkt zugleich seine Position in den relevanten Absatzmärkten.

Marktanteile gewonnen und Wachstumskurs fortgesetzt

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Mit einem deutlichen Wachstum der Schlachtmengen und weiteren Marktanteilsgewinnen hat sich Westfleisch im Geschäftsjahr 2025 erfolgreich im Wettbewerb behauptet. Darüber berichtete COO Pork & Sales, Michael Schulze Kalthoff, auf der Generalversammlung.

Während die Schweineschlachtungen in Deutschland und Europa insgesamt nur leicht zulegten, konnte Westfleisch seine Schlachtzahlen erneut überdurchschnittlich steigern. Mit rund 6,9 Millionen Schweinen wurde das Vorjahresniveau deutlich übertroffen. Damit festigte das Unternehmen seine Position als zweitgrößter Schweinevermarkter Deutschlands und baute seinen Marktanteil weiter aus.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind die kontinuierlichen Investitionen in die Standorte. In Coesfeld, Hamm und Oer-Erkenschwick wurden umfangreiche Strukturmaßnahmen umgesetzt und zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Neben Modernisierungen in der Zerlegung und Schlachtung stehen dabei insbesondere Automatisierung und Effizienzsteigerung im Mittelpunkt.

Große Aufmerksamkeit widmete der Westfleisch-Vorstand den aktuellen Herausforderungen in der Tierhaltung. Der europaweite Rückgang der Sauenbestände verschärft den Wettbewerb um Ferkel und beeinflusst die zukünftige Rohstoffverfügbarkeit. Gleichzeitig bleiben Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Maul- und Klauenseuche bedeutende Risiken für die gesamte Branche.

Vor diesem Hintergrund appellierte Schulze Kalthoff eindringlich an die landwirtschaftlichen Betriebe, die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Erfahrungen aus vergangenen Seuchengeschehen zeigen, dass ein Großteil der Krankheitsübertragungen durch konsequente Biosicherheit verhindert werden kann. Insbesondere nach den jüngsten ASP-Fällen bei Wildschweinen in Nordrhein-Westfalen komme diesem Thema eine besondere Bedeutung zu.

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war die Weiterentwicklung der Haltungsform 3 im Schweinebereich. Die Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels nach entsprechenden Programmen wächst kontinuierlich. Westfleisch arbeitet deshalb gemeinsam mit Erzeugern, Handel und weiteren Partnern intensiv daran, zusätzliche Mengen aufzubauen und neue Betriebe für die Programme zu gewinnen.

Die Anfragen aus dem Handel nach HF 3 sind hoch. Unsere Mitglieder erhalten so zusätzliche Vermarktungschancen.
Michael Schulze Kalthoff, COO Pork & Sales

Westfleisch werde den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und gemeinsam mit den Erzeugern die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen.

Nutzviehzentrum???

Rindfleischmarkt bleibt anspruchsvoll Chancen für Westfleisch bestehen

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In seinem Bericht zur aktuellen Marktentwicklung beleuchtete CEO Dr. Wilhelm Uffelmann insbesondere die Situation auf den Rindfleischmärkten. Die Rahmenbedingungen seien weiterhin anspruchsvoll, dennoch sieht Westfleisch gute Chancen, das Geschäft in einem schwierigen Umfeld weiterzuentwickeln.

Der Konsum von Rindfleisch in Deutschland ist in den vergangenen Jahren spürbar zurückgegangen. Nach Angaben Uffelmanns fällt der Rückgang der Nachfrage inzwischen sogar stärker aus als der Rückgang der Produktion. Gleichzeitig greifen Handel und Industrie zunehmend auf günstigere Alternativen zurück, während preisgünstige Importware aus dem Ausland den Wettbewerb verschärft.

Positiv bewertet der Vorstandsvorsitzende die verbesserte Rohstoffverfügbarkeit. Vor allem bei QS-Tieren habe sich die Versorgungslage entspannt. In Verbindung mit der aktuell schwächeren Nachfrage habe dies zu einer spürbaren Korrektur der Rohstoffpreise geführt.

Langfristig bleibt die Entwicklung der deutschen Rinderhaltung jedoch eine Herausforderung. Sinkende Tierbestände sowie zusätzliche Belastungen durch Tierseuchen wie die Blauzungenkrankheit und die Maul- und Klauenseuche verschärfen die strukturellen Veränderungen im Markt.

Wir rechnen für das Jahr 2026 trotz aller Widerstände mit einer weitgehend stabilen Rindfleischproduktion.
Dr. Wilhelm Uffelmann, CEO

Ein weiteres Thema war das inzwischen verabschiedete EU-Mercosur-Abkommen. Uffelmann ordnete die möglichen Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft ein. Zwar werden die Importzölle für südamerikanisches Rindfleisch deutlich reduziert, die zollbegünstigten Importmengen bleiben jedoch begrenzt und entsprechen lediglich einem kleinen Anteil der europäischen Produktion. Zudem sind Schutzmechanismen vorgesehen, falls es zu erheblichen Marktverwerfungen kommen sollte.

Neben den Entwicklungen in den Agrarmärkten ging Uffelmann auch auf die gesamtwirtschaftliche Lage ein. Deutschland verliere im europäischen Vergleich weiterhin an Wettbewerbsfähigkeit. Schwache Wachstumszahlen, eine rückläufige Industrieproduktion und eine niedrige Kapazitätsauslastung belasteten die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt.

Vor diesem Hintergrund bleibt Westfleisch auf konsequente Effizienzsteigerungen, Marktorientierung und eine enge Zusammenarbeit mit seinen landwirtschaftlichen Mitgliedern ausgerichtet. Ziel ist es, auch in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltig Wertschöpfung für die Erzeuger zu sichern.

Danke für 30 Jahre Engagement: Westfleisch verabschiedet Dirk Niederstucke

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Im Rahmen der Generalversammlung verabschiedete Westfleisch Dirk Niederstucke aus seinen bisherigen Funktionen und würdigte sein außergewöhnliches Engagement für die Genossenschaft.

Der Landwirt aus Hille hat die Entwicklung von Westfleisch über Jahrzehnte aktiv mitgestaltet. Seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich für die Genossenschaft und brachte seine Erfahrungen und Überzeugungen in zahlreichen Gremien ein. Darüber hinaus vertritt er seit mehr als 20 Jahren die Interessen der Genossenschaften im Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Als Zeichen der Anerkennung für sein langjähriges Wirken und seinen gelebten genossenschaftlichen Gedanken wurde Dirk Niederstucke während der Generalversammlung zum Ehrenvorsitzenden von Westfleisch ernannt.

Die Verleihung dieser Ehrenfunktion ist eine besondere Auszeichnung, die nur selten vergeben wird und die außergewöhnlichen Verdienste von Dirk Niederstucke um die Genossenschaft und ihre Mitglieder unterstreicht. Sie zählt zu den höchsten Ehrungen innerhalb von Westfleisch und ist Persönlichkeiten vorbehalten, die die Entwicklung der Genossenschaft über viele Jahre hinweg in besonderer Weise geprägt haben.

Zudem wird ihm im Juli die Goldene Raiffeisen-Nadel verliehen – eine der höchsten Auszeichnungen innerhalb der deutschen Genossenschaftsorganisation.
Westfleisch bedankt sich herzlich für seinen jahrzehntelangen Einsatz, seine Verbundenheit zur Landwirtschaft und sein Engagement für die Mitglieder der Genossenschaft.

Eine ausführliche Würdigung des Wirkens von Dirk Niederstucke mit einem Rückblick auf seine wichtigsten Stationen und Verdienste erscheint in der nächsten regulären Ausgabe des Mitglieder-Newsletters.

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Text folgt

Messen & Veranstaltungen Westfleisch ist dabei!

  • 25. + 26.07.2026 Deutsche Grillmeisterschaft der German BBQ Association, Fulda

  • 29.07.–01.08.2026 Wacken Open Air, Wacken

  • 17.10.–21.10.2026 Sial, Paris

  • 10.11.–13.11.2026 Eurotier, Hannover

Kreuzungskälber gesucht
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