Info für Landwirte Ausgabe Februar 2026
Mal unter uns „Die Umsetzung des THKG ist Gott-sei-Dank verschoben worden”
So, wie es bisher geplant war, konnte das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz nicht auf den Weg gehen. Das war längst die Haltung von Westfleisch als Fleischvermarkter. Mit der Kritik am bisherigen THKG waren und sind wir nicht allein.
Eine große Verbändeallianz aus Deutschem Raiffeisenverband (DRV), Verband der Deutschen Fleischwirtschaft (VDF), Deutschem Bauernverband (DBV) und Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) hat sich vereint für eine Fristverschiebung und eine grundlegende Überarbeitung des THKG stark gemacht. Das hat es zuvor noch nie gegeben.
In einem Positionspapier hatten die Verbände schon im Oktober gefordert, ein Gesamtpaket zu schnüren, das auch die Förderung und das Baurecht berücksichtigt. Etliche Gespräche mit der Politik haben schließlich dazu geführt, dass das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) um zehn Monate auf den 1. Januar 2027 verschoben worden ist, nach einstimmiger Empfehlung des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages.
Damit bleibt etwas mehr Zeit, um die Umsetzung praxistauglich voranzubringen. Auch wenn die Wirtschaft mit der Initiative Tierwohl und ihren angepassten Vorgaben zur Kennzeichnung der Gesetzgebung voraus ist – das THKG ist Gesetz und wird nach jetzt zweimaliger Verschiebung ab 1. Januar 2027 gelten. Darauf müssen wir uns einstellen. Die teilweise vorgebrachte Kritik, es handele sich um „Aufschieberitis”, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Drei Punkte müssen dabei gewährleistet werden:
- Das sogenannte „Downgrading” muss möglich sein, ohne prozentuale Begrenzung. Damit könnte das Fleisch höherer Haltungsformen auch in niedrigeren Haltungsformen vermarktet werden, etwa wenn mangelnde Nachfrage besteht.
- Der Außer-Haus-Verzehr muss mit rein.
- Und Importware muss ebenfalls gekennzeichnet werden.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat zugesagt, dass das Gesetz dahingehend überarbeitet wird. Wir sind der Meinung: Das muss alles zum gleichen Zeitpunkt kommen. Sonst kommt es zu Marktverwerfungen. Klar ist aber auch, dass die Themen Importware und Downgrading nicht nur deutsche, sondern europäische Themen sind. Da es weder in der einen noch der anderen Richtung bislang weißen Rauch zu sehen gibt, ist die zusätzliche Zeit unbedingt notwendig, um das Gesetz umsetzungsfähig zu machen.
Beim Außer-Haus-Verzehr wehren sich die entsprechenden Verbände leider bislang massiv dagegen. Doch ich bin der Meinung: Viel Bürokratie wird damit nicht verbunden sein. Die Kennzeichnung, wo das Fleisch herkommt – „Geflügelfleisch heute aus den Niederlanden, unser Rindfleisch ist aus Argentinien, unser Schweinefleisch beziehen wir aus Deutschland” – kann man in den Restaurants und Lokalen ganz pragmatisch lösen: Indem man einen Aushang macht im Gastraum, das mit einem Einleger in der Karte mitteilt und jeweils aktualisiert oder auf andere einfache Weise. Und natürlich muss das zu kontrollieren sein – das ist ja auch Sinn des Ganzen.
Bei der Importware gilt das Gleiche: Es gibt keinen guten Grund, Fleisch aus dem Ausland nicht zu kennzeichnen. Wenn ausländische Ware nicht mit erfasst wird, ist die Versuchung groß, sich der Auslobung zu entziehen und verstärkt ausländische Ware zu nutzen, um sich die „Bürokratie” zu ersparen und die Kennzeichnungspflicht zu umgehen.
Wenn das THKG Erfolg haben und zu mehr Transparenz führen soll, müssen alle Bereiche erfasst werden. Nur dann wissen die Verbraucher, was sie kaufen und können mehr Fokus auf Fleisch aus hiesiger Produktion legen.
Und klar: Das THKG ist zunächst einmal nur ein Gesetz zur Kennzeichnung über den Ist-Zustand. Wenn es um den Umbau der Landwirtschaft geht, können wir sie in Richtung höhere Haltungsformen verändern (HF 3 und höher), aber dann brauchen wir dringend eine Veränderung des Baurechts und des Immissionsrechts. Wir als Westfleisch wollen unsere Landwirte fordern und fördern, in höhere Haltungsstufen zu gehen, um auch den Bedarf des LEH zu decken.
Ich halte fest:
Wir setzen uns als Unternehmen und über unsere Verbände dafür ein, dass wir auch weiterhin eine starke Landwirtschaft mit gesicherten Absatzwegen hier in Deutschland haben.
Wir produzieren in einer Gunstregion. Wir produzieren mit so hohen und sicheren Standards, wie es sie in keinem anderen Land der Welt gibt. Und das Thema Versorgungssicherheit können wir garantieren. Was wir aber dafür brauchen, sind die richtigen Rahmenbedingungen. Es wäre fahrlässig, das alles aufs Spiel zu setzen.
AGRAR Unternehmertage 2026 Rundum gelungenes „Heimspiel”
Für Westfleisch war die Messe ein echtes Heimspiel: Deike Harms, Direktorin Landwirtschaft bei Westfleisch, zieht ein positives Fazit der AGRAR Unternehmertage 2026 und lobt: „Viele gute Gespräche mit Bauern und Handelspartnern, klare Perspektiven und ein starkes gemeinsames Streben für die Zukunft der hiesigen Landwirtschaft.” Mehr als 25.000 Besucher zeigten das große Interesse an fachlichem Input. Doch für Investitionen braucht es mehr – vor allem eine verlässliche Politik für die Betriebe.
Alle zwei Jahre trifft sich bei der größten regionalen Landwirtschaftsfachmesse Deutschlands die gesamte Agrarbranche Westfalens und der angrenzenden Regionen. Mit mehr als 25.000 Besuchern und rund 300 ausstellenden Unternehmen gab es im Vergleich zu 2024 ein deutliches Plus. Das Interesse ist ungebrochen, und trotz der unsicheren politischen Rahmenbedingungen bot die Messe viel Neues für potenzielle Investitionsvorhaben.
Für Westfleisch stand auch diesmal der persönliche Austausch wieder klar im Mittelpunkt. Deike Harms, Direktorin Landwirtschaft bei Westfleisch, lobte die „intensiven Gespräche mit Landwirtinnen und Landwirten, die konstruktiven Diskussionen mit Branchenteilnehmern und das wertvolle Feedback aus erster Hand”.
In diesem Jahr nutzte Westfleisch die Messe auch, um Handelsbeziehungen zu namenhaften Häusern zu vertiefen. Dazu hatte der Konzern beispielsweise Stephan Schoch, Nachhaltigkeitsmanager bei ALDI SÜD, sowie Till Antonio Stahl, Senior Buyer bei REWE, an den Westfleisch-Messestand eingeladen. Wie sich REWE in Sachen Fleischvermarktung positioniert, erfuhr Deike Harms im Interview, das HIER nachzulesen ist. Auch im direkten Austausch mit Christian Terkatz von EDEKA/Rasting, Tierwissenschaftler im Bereich Nachhaltigkeit, gab es wichtige Impulse, beispielsweise auch zur neuen QS-Klimaplattform.
Was die Westfleisch-Mitarbeitenden mitgenommen haben:
„Persönlicher Austausch enorm wichtig”
Westfleisch-Außendienstmitarbeiter Bernd Sundermann war an allen vier Messetagen am Stand und sagt:
„Ich bin seit 25 Jahren für Westfleisch tätig. Für uns sind die AGRAR Unternehmertage unverzichtbar, um intensive Gespräche mit langjährigen oder potenziellen Vertragspartnern zu führen, zu denen man im stressigen Arbeitsalltag nicht so häufig kommt.
Was den Vertragslandwirten auf den Nägeln gebrannt hat: die Preisentwicklungen, die neue QS-Klimaplattform und die Bedeutung der Biosicherheit, die ja auf den Betrieben umgesetzt werden muss und von der die Existenz abhängen kann.”
„Klimabilanzierung ist kein Hexenwerk”
Infos zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit konnte Nele Marie Wiehoff geben; sie arbeitet zusammen mit ihren drei Kolleginnen im neugegründeten Westfleisch-Team Nachhaltigkeit.
„Ich kenne die Messe von Kindesbeinen an. Für Westfleisch war ich das zweite Mal dabei. Ich schätze das persönliche Gespräch sehr und bin überzeugt, dass das Thema Nachhaltigkeit kein Nischenthema mehr ist. Was ich Landwirten mitgeben konnte? Dass die QS-Klimaplattform absolut kein ‚Hexenwerk‘ ist. Die Erfassung der eigenen betrieblichen CO2e-Emissionen bietet finanzielle Anreize bei der Beantragung von Krediten bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank und vermeidet Doppelarbeit. Wir können da Hilfestellung geben und freuen uns über jeden Betrieb, der mitmacht.”
„Junge Menschen suchen nach Sicherheit”
Als Ansprechpartnerin für alle, die sich für eine Karriere bei Westfleisch interessieren, war Gesu Zamirova vor Ort, sie war zum ersten Mal bei den AGRAR Unternehmertagen dabei.
„Ich komme nicht aus der Landwirtschaft und habe hier wichtige neue Einblicke erhalten. Auf der Messe konnte ich mit super vielen jungen Leuten sprechen, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen und die nach sicheren Jobs suchen. So wurde ich häufig nach Übernahmemöglichkeiten im Anschluss an eine Ausbildung bei Westfleisch befragt.”
Deike Harms: „Viele gute Gespräche und ein starkes gemeinsames Streben für eine zukunftsfähige hiesige Landwirtschaft.”
„Die Messe in Münster hat uns wieder mit den Partnern aus Landwirtschaft, Handel und Agrarbranche zusammengebracht. Ich bedanke mich im Namen von Westfleisch herzlich bei allen für den offenen Austausch. Es bleibt allerdings viel zu tun – vor allem die Politik muss für mehr Verlässlichkeit sorgen, damit die Tierhaltung Zukunft hat. Was wir beitragen können, tun wir auch.”
Interview mit dem Handel „Deutsche Landwirtschaft hat strategische Bedeutung!”
Live-Interview auf den AGRAR Unternehmertagen 2026: Till Antonio Stahl (r., REWE Group) im Gespräch mit Deike Harms (l.) über die strategische Bedeutung der deutschen Landwirtschaft für Sortiment, Tierwohl und langfristige Partnerschaften.
Handelspartner vor Ort bei den AGRAR Unternehmertagen: Im Interview mit Deike Harms, Direktorin Landwirtschaft bei Westfleisch, machte Till Antonio Stahl, Senior Buyer bei der REWE Group, deutlich, welche strategische Bedeutung die deutsche Landwirtschaft für sein Unternehmen hat. Das klare Bekenntnis zur heimischen Tierhaltung sei dabei kein vorübergehendes Image-Thema, sondern Grundlage für Qualität, Verlässlichkeit und langfristige Partnerschaft, sagte er.
Deike Harms (Westfleisch): Welche Rolle spielt die deutsche Herkunft strategisch im Fleischsortiment von REWE?
Till Antonio Stahl (REWE): Eine sehr große. Wir bekennen uns klar zur deutschen Landwirtschaft. Unsere Eigenmarken tragen das Siegel „Gutes aus deutscher Landwirtschaft”, das wir aktuell weiterentwickeln.
Wie wirkt sich dieses Bekenntnis konkret aus?
Im Schweine- und Geflügelbereich bieten wir deutlich über 85 Prozent aus rein deutscher Herkunft an. Natürlich gibt es Spezialitäten aus dem Ausland, die wir im Rahmen unseres Versorgungsauftrags im Programm haben. Aber im Kern ist unser Sortiment stark deutsch geprägt.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Regionalität, Herkunft, Tierwohl, Haltungsformen. Der Markt entwickelt sich dynamisch – sowohl auf Kundenseite als auch in der Erzeugung. Darauf müssen wir permanent reagieren.
Versorgungssicherheit und sinkende Tierbestände
Die Tierbestände in Deutschland sinken. Wie ordnen Sie das ein?
Mit großer Sorge. Wir sehen eine alternde Struktur in der Landwirtschaft, gleichzeitig Herausforderungen bei der Hofnachfolge. Deshalb suchen wir aktiv den Dialog – etwa über Roundtables mit Politik, Erzeugern und Verbänden. Unser Ziel ist klar: Die deutsche Landwirtschaft muss zukunftsfähig bleiben. Dafür braucht es wirtschaftliche Perspektiven und Planungssicherheit.
Tierwohl und Haltungsformen
Welche Bedeutung hat Tierwohl konkret in Ihrer Sortimentspolitik?
Wir haben eine transparente Roadmap bis 2030. Unser Ziel ist es, die Haltungsformen schrittweise weiterzuentwickeln – perspektivisch in Richtung Haltungsform 3.
Im Rindfleischbereich sehen wir bereits positive Entwicklungen, etwa bei Milch- und Mastbetrieben. Im Schweinebereich ist der Weg anspruchsvoller. Hier spielen Mengen, Preise und Investitionsbereitschaft eine zentrale Rolle.
Ein viel diskutiertes Thema ist das Kriterium „Spaltenboden”. Wie positionieren Sie sich?
Das Thema ist komplex. Wir müssen regulatorische Vorgaben, Kundenerwartungen und die Realität in den Betrieben zusammenbringen. Entscheidend ist für uns: Wir brauchen praktikable Lösungen, die die Weiterentwicklung ermöglichen, ohne die Betriebe durch zusätzliche Hürden auszubremsen oder zu überfordern. Sonst riskieren wir, Fortschritte in der Initiative Tierwohl zunichtezumachen.
Verträge als Schlüssel zur Planungssicherheit
Sie betonen häufig, dass REWE langfristige Verträge will. Was macht Ihr Modell besonders?
Wir definieren Einkauf neu – partnerschaftlich statt kurzfristig preisgetrieben. Besonders im Schweinebereich arbeiten wir mit Drei-Parteien-Verträgen zwischen Landwirtschaft, Industrie und Handel.
Dabei werden Mengen, Qualitäten und Abnahme verbindlich geregelt. Das schafft Planungssicherheit für alle Seiten. Unser Ziel ist es, solche Modelle perspektivisch auch im Rindfleischbereich zu etablieren – auch wenn das aufgrund höherer Komplexität schwieriger ist.
Was braucht es, um jungen Landwirten echte Perspektiven zu geben?
Investitionen können schnell im Millionenbereich liegen. Das funktioniert nicht mit kurzfristigen Zusagen. Es braucht langfristige wirtschaftliche Perspektiven, verlässliche Partnerschaften und faire Preise.
Gleichzeitig müssen wir auch über Marktmechanismen sprechen – etwa darüber, wie Angebot und Nachfrage besser synchronisiert werden können. Planungssicherheit ist keine Einbahnstraße.
Blick auf den Markt: Entwicklung des Fleischkonsums
Wie beurteilen Sie die zukünftige Entwicklung des Fleischverzehrs?
Ich bin überzeugt, dass Fleisch weiterhin Teil unserer Ernährung bleibt. Es ist kulturell verankert. Wir sehen derzeit allerdings starke Preisbewegungen, insbesondere im Rindfleischbereich. Preissteigerungen führen dazu, dass Verbraucher zurückhaltender werden. Wenn Mengen deutlich zurückgehen, wirkt sich das auf die gesamte Kette aus – von der Industrie bis zur Landwirtschaft.
Deshalb ist es entscheidend, ein Preisniveau zu finden, das für Erzeuger wirtschaftlich tragfähig ist, für die Industrie darstellbar bleibt und vom Kunden akzeptiert wird.
Mercosur und internationale Wettbewerbsfähigkeit
Wie bewerten Sie das Mercosur-Abkommen im Verhältnis zum Bekenntnis zur deutschen Landwirtschaft?
Das Thema Mercosur ist umstritten und wird intensiv diskutiert. Fakt ist: Die mengenmäßigen Auswirkungen auf den deutschen Markt wären begrenzt.
Zudem ist deutsches Rindfleisch – selbst mit hohen Standards – nicht zwangsläufig teurer als Ware aus Südamerika, wenn man auf bestimmte Anforderungen verzichten würde. Die Frage ist also weniger eine rein preisliche, sondern eine strategische: Wollen wir Standards sichern und regionale Wertschöpfung stärken? Unsere klare Antwort lautet: Ja!
Warum wird auch in Zukunft Fleisch gegessen?
Weil es Teil unserer Ernährungskultur ist. Trends kommen und gehen – aber Fleisch wird dauerhaft eine Rolle spielen. Davon bin ich überzeugt.
Fachgespräch Rindermast Weiter im Dialog mit dem Handel
Auch über die Messe hinaus bleiben wir im engen Austausch mit unseren Handelspartnern – unter anderem beim Fachgespräch Rindermast am 5. März 2026 in Verden, bei dem neben Deike Harms auch Till Antonio Stahl wieder als Gesprächspartner vertreten sein wird. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier im Veranstaltungsflyer.
Neu im Einkaufs-Innendienst: Maren Vormann und Christin Walter
Unser Team in Münster wurde weiter verstärkt: Mit Maren Vormann und Christin Walter erweitern zwei engagierte Kolleginnen den Bereich Einkauf Landwirtschaft. Lernen Sie die beiden näher kennen und erfahren Sie mehr über ihre Aufgaben.
Maren Vormann
Alter: 22
Wohnort: Lüdinghausen
Ausbildung: Industriekauffrau
Job bei Westfleisch: Mitarbeiterin Backoffice Landwirtschaft
Bei Westfleisch seit: August 2025
Maren Vormann
Morgens starte ich mit …
… der Planung meines Tages, priorisiere meine Aufgaben und beginne anschließend mit der Bearbeitung wichtiger Themen.
Ich sorge dafür, dass …
… Betriebe, die an höheren Haltungsstufen teilnehmen, ihre Lieferberechtigung erhalten. Sollte ein Betrieb aus unterschiedlichen Gründen gesperrt werden, unterstütze ich diesen dabei die Lieferberechtigung wieder zu erhalten, sodass die Tiere vereinnahmt werden können. Außerdem kümmere ich mich um die Pflege der Verträge in unserem System und stelle sicher, dass die Betriebe rechtzeitig für erforderliche Audits angemeldet werden.
Die wenigsten wissen über meinen Job, dass …
… jeder Tag neue Herausforderungen bringt und kein Tag wie der andere ist.
Darüber kann man sich auf Anhieb 20 Minuten mit mir unterhalten:
Über alles, was die Landwirtschaft betrifft, da ich mich gerne weiterbilde und Neues lerne.
Meine Verbindung zur Landwirtschaft:
Meine Eltern bewirtschaften einen landwirtschaftlichen Betrieb mit dem Schwerpunkt Schweinehaltung. Seitdem ich klein bin, begleiten mich unsere Schweine und Pferde und die Arbeiten auf dem Hof.
Christin Walter
Alter: 27
Wohnort: Ascheberg
Ausbildung: Groß- und Außenhandelskauffrau
Job bei Westfleisch: kaufm. Mitarbeiterin Backoffice
Bei Westfleisch seit: Oktober 2025
Christin Walter
Morgens starte ich …
… ganz klassisch mit einem Kaffee, bevor ich mich an meine To-Do's mache.
Ich sorge dafür, dass …
… Verträge korrekt angelegt, gepflegt und verwaltet werden und alle Änderungen in den Stammdaten zuverlässig eingearbeitet sind.
Die wenigsten wissen über meinen Job, dass …
… viel Abstimmung und Detailarbeit dahintersteckt. Oft sind es die kleinen Zahlen, Fristen oder Änderungen, die am Ende einen großen Unterschied machen.
Darüber kann man sich auf Anhieb 20 Minuten mit mir unterhalten:
Ganz klar: Pferde und Reitsport!
Meine Verbindung zur Landwirtschaft:
Mein Opa hatte einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb – dadurch habe ich schon früh einen Bezug zur Branche bekommen.
Westfleisch-Tage 2026: Rückblick, Austausch & Perspektiven
Anfang März ist es wieder so weit: Bei den Westfleisch-Tagen 2026 informieren wir exklusiv in Ihrer Region über die Entwicklung der Westfleisch-Gruppe und die Perspektiven für das laufende Geschäftsjahr. Im Mittelpunkt stehen die vorläufigen Ergebnisse 2025 sowie der Ausblick auf 2026, vorgestellt durch unseren Vorstand.
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02.03.2026 – Region Lübbecke
Hotel Wiehen-Therme, Hüllhorst -
03.03.2026 – Region Paderborn
Waldhotel Nachtigall, Paderborn -
04.03.2026 – Region Coesfeld
Welcome Hotel Dorf Münsterland, Legden -
05.03.2026 – Region Hamm
Gut Kump, Hamm
Hinweis: Die Veranstaltungen sind ausschließlich und exklusiv für Westfleisch-Mitglieder.
Das steht auf dem Programm:
Der Westfleisch-Vorstand sowie die Expertinnen und Experten der Fachbereiche geben einen Überblick über die aktuellen Marktentwicklungen, die Auswirkungen auf die Unternehmenszahlen und die inhaltlichen Themen dieses Jahres. Dazu gehören vorrangig die wirtschaftliche Lage des Konzerns, die Sparten Schwein und Großvieh/Kalb, die Bereiche SB und Wurst sowie Tierfutter. Komplettiert wird das Programm durch die Berichterstattung aus dem Bereich Landwirtschaft und die Vorstellung des neuen Verbundprojektes InnovationPork.
Die Westfleisch-Tage sind Ihre Plattform für Information und Dialog: Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Vorstand, Fachabteilungen und Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss an die Vorträge laden wir wie gewohnt zum gemeinsamen Abendessen und persönlichen Austausch ein.
RegioRind: Live-Themenwoche im März
Das Projekt RegioRind NRW kommt gut voran: Die Forschungen sollen neue Erkenntnisse zum gezielten Einsatz ausgewählter Fleischrinderrassen bei Holstein-Kühen bringen – von der Besamung über die Aufzucht bis hin zur Mast. Inzwischen sind die ersten Kreuzungskälber auf den teilnehmenden Milchviehbetrieben geboren. Was sich da tut, kann man bei einer Themenwoche im März sehen, die für die Social Media-Kanäle geplant ist.
Westfleisch ist einer der Projektpartner von Regio Rind. Das Forschungsprojekt soll belastbare Daten zu Geburtsverlauf, Vitalität und Mastleistung der Kreuzungskälber bringen und so die regionale Wertschöpfung nachhaltig stärken. Die Vaterrassen sind reinerbig hornlos und lassen eine gute Schlachtkörperqualität erwarten. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Auswahl der Bullen ist ein leichter Kalbeverlauf.
Die wissenschaftliche Begleitung durch die Fachhochschule Südwestfalen sorgt dabei für Datenerhebung und Vergleichbarkeit. Für Westfleisch als Vermarktungspartner stehen gleichmäßige Qualitäten, planbare Liefermengen und leistungsstarke Tiere für die Mast im Fokus.
„RegioRind ist für uns ein wichtiger Baustein, um gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Betrieben zukunftsfähige und wirtschaftlich tragfähige Konzepte zu entwickeln”, erklärt Lukas Nüßing von Westfleisch.
Wir brauchen verlässliche Lieferstrukturen, kurze Transportwege und Tiere mit guter Fleischleistung – genau hier setzt das Projekt Regio Rind an.
Live on cam: Lukas Nüßing von Westfleisch erklärt die Bedeutung des Projekts RegioRind aus der Perspektive seines Unternehmens – Anfang März zu sehen bei Social Media!
Wie das geht, kann man sich ansehen: In der zweiten Märzwoche 2026 startet die RUW als Projektinitiator eine gemeinsame Social-Media-Themenwoche aller Projektpartner. In sieben Kurzvideos sowie begleitenden Beiträgen erhalten Interessierte Einblick in das Projekt.
Wir waren beim Dreh auf dem Betrieb Speckmann/Wortmann GbR in Steinhagen-Brockhagen vor Ort. Mit dabei: Lukas Nüßing von Westfleisch. Seien Sie gespannt, was er berichtet, und begleiten Sie den weiteren Weg von RegioRind NRW.
ASP in Sachsen getilgt – NRW bleibt wachsam
Sachsen meldet einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP): Ein Jahr nach dem letzten bestätigten Fall bei Wildschweinen gilt die Seuche dort als erfolgreich getilgt. Möglich wurde dies durch konsequente Maßnahmen wie Sperrzonen, Schutzzäune, intensive Fallwildsuche und ein engmaschiges Monitoring.
Wildschweine gelten als Hauptüberträger der Afrikanischen Schweinepest im Freiland – konsequentes Monitoring bleibt entscheidend.
Es ist gelungen, durch die Einleitung aller erforderlichen Maßnahmen die ASP in Sachsen zu tilgen. In Sicherheit fühlen darf sich niemand. Das zeigt der aktuelle ASP-Fund in NRW mehr als deutlich.
Aktuelle Lage in NRW
In Nordrhein-Westfalen ist die ASP dagegen nach wie vor präsent, kürzlich bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut einen weiteren Fund bei einem Frischling. 324 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden bislang positiv getestet. Hausschweinebestände sind weiterhin nicht betroffen.
Nach dem aktuellen Fund nahe Bad Berleburg verstärkt das Land die Maßnahmen:
- Bestehende Schutzzäune werden ausgebaut.
- Neue Zäune in Richtung Hessen und Hochsauerlandkreis werden errichtet.
- Die Sperrzone II wird erweitert.
- Die Suche mit Hunden und Drohnen wurde intensiviert.
NRW arbeitet dabei eng mit Hessen zusammen, um die Ausbreitung im Wildschweinbestand weiter einzudämmen und einen Übertritt auf Hausschweine zu verhindern.
Fazit: Sachsen zeigt, dass konsequente Seuchenbekämpfung wirkt. Gleichzeitig macht die Lage in NRW deutlich: ASP bleibt eine dauerhafte Herausforderung – Wachsamkeit und Biosicherheit sind unverzichtbar.
Dr. Schütz-Schwark referiert bei österreichischem Fachforum
Unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit stößt auch über die Landesgrenzen hinaus auf Interesse. Auf Anfrage der Landwirtschaftskammer Österreich berichtete Dr. Verena Schütz-Schwark, Leiterin Nachhaltigkeit, gezielt über die Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsvorgaben in der deutschen Fleischwirtschaft.
Im Rahmen der Wintertagung des Ökosozialen Forums Österreich & Europa fand am 21. Januar in St. Florian der Fachtag Schweinehaltung statt. Auf Anfrage der Landwirtschaftskammer Österreich wurde dabei gezielt ein Blick auf die Umsetzung der EU-Nachhaltigkeitsvorgaben in der deutschen Fleischwirtschaft geworfen.
Verena Schütz-Schwark, Nachhaltigkeitsleiterin bei Westfleisch, referierte im ersten Themenblock „Markt & Politik” zur Umsetzung der CSRD- und CSDDD-Anforderungen. Im Fokus standen die erweiterten Berichtspflichten, die Erfassung von Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie verbindliche Vorgaben zu Tierwohl und Klimazielen.
Eine zentrale Herausforderung bleibt laut Dr. Schütz-Schwark die Vergleichbarkeit von Emissionsdaten. In der deutschen Rotfleischproduktion wurde hierfür eine einheitliche Methodik etabliert, umgesetzt über die QS-Klimaplattform. Sie ermöglicht eine standardisierte CO₂e-Erfassung und schafft die Grundlage für transparente Berichterstattung und branchenspezifische Dekarbonisierungsstrategien.
Die Einbindung des Themas in das Programm – unter anderem neben Beiträgen aus Politik, Lebensmitteleinzelhandel und Marktanalyse – verdeutlichte, wie stark Nachhaltigkeit und Berichtspflichten die zukünftige Ausrichtung der Schweinehaltung prägen.
Aus dem Maschinenraum der Branchenkommunikation: „Iss was dir schmeckt” mit neuen Aktionen weiter im Dialog
Werbung im Kino: Mit der Premium-Platzierung vor dem Film „Extrawurst“ wurden in rund 700 ausgewählten Häusern im Kampagnenzeitraum über 600.000 Besucherinnen und Besucher direkt erreicht. Das begleitende Gewinnspiel läuft noch bis zum 28. Februar.
Die Initiative Fleisch setzt ihre Kampagne „Iss was dir schmeckt” auch im Jahr 2026 konsequent fort und bleibt mit einem ausgewogenen Mix aus TV, digitalen Kanälen und persönlichem Austausch präsent. Neu gestartet ist das YouTube-Format „Über den Tellerrand”, das alltagsnahe Situationen aufgreift und Gesprächsimpulse rund um Genuss, Respekt und Vielfalt am Esstisch gibt.
Parallel dazu ist die Initiative mit einem eigenen Kanal auf LinkedIn aktiv; auch Instagram wird weiterhin bespielt. Das Wissensformat „Wissen, was schmeckt” lädt zudem auf der Website der Initiative zum Informieren und Vertiefen ein.
Nach zahlreichen Dialogen auf der Grünen Woche war die Initiative auch bei Branchenterminen im direkten Austausch – unter anderem beim Deutschen Fleischkongress sowie bei einer Klausurtagung des WLV. Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft und Wertschöpfungskette werden die nächsten Schritte für „Iss was dir schmeckt” und „Schwein gehabt” vorbereitet.
Für Medienanfragen gibt es auf der Website der Initiative eine neue Presse-Unterseite als zentrale Anlaufstelle.
Messen & Veranstaltungen Westfleisch ist dabei!
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25.02.–26.02.2026 Düsser Milchviehtage, Haus Düsse
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02.03.–05.03.2026 Westfleisch-Tage, in Ihrer Region
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05.03.2026 Fachgespräch Rindermast, Verden
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26.03.2026 BeefTalk, online
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27.03.2026 Tag der offenen Tür, Deckzentrum Epe-Gronau
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19.05.–20.05.2026 PLMA, Amsterdam
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27.05.2026 RinderMast 3.0, Delbrück
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08.06.2026 Generalversammlung, Münster
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25. + 26.07.2026 Deutsche Grillmeisterschaft der German BBQ Association, Fulda
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17.10.–21.10.2026 Sial, Paris
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10.11.–13.11.2026 Eurotier, Hannover