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ASP-Infos für Landwirte

Was immer Sie bewegt in Sachen ASP – eine allgemeine Frage oder ein individuelles Anliegen zu den Folgen für Ihren Betrieb haben – wir helfen Ihnen weiter! Rufen Sie ihren Westfleisch-Außendienstmitarbeiter oder -Vermarktungspartner an oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Und so erreichen Sie uns ...

... per E-Mail: ASP-Info@westfleisch.de

Im Betrieb muss höchste Biosicherheit gewährleistet werden, um die Bestände zu schützen! Überprüfen Sie mit der kostenlosen Online-Plattform der Universität Vechta die Biosicherheitslage auf Ihrem Betrieb:
www.risikoampel.uni-vechta.de

 

Weitere Informationen zu Präventionsmaßnahmen erhalten Sie im
BMEL-Merkblatt "Schutz vor Tierseuchen – was Landwirte tun können".

 

Weitere Informationen zur Prävention erhalten Sie im "DRV-Muster-Krisenhandbuch Afrikanische Schweinepest für Tier- und Warentransporte, Viehsammelstellen, Berater" und im "Krisenhandbuch Afrikanische Schweinepest für Schweinehaltungen". Die Krisenhandbücher sind unter dem Punkt "Dokumente" zu finden.

Die VDF-Flowcharts 1 bis 4 erläutern die Inlands-Verbringungsregeln für Schlacht-, Zucht- und Nutzschweine im ASP-Seuchenfall in Deutschland. Dabei wird unterschieden zwischen einem ASP-Ausbruch bei Wildschweinen oder Hausschweinen in Deutschland. Für diese Fälle gelten unterschiedliche Verbringungsregeln für Schweine.
Das VDF-Flowchart 5 erläutert das Prüfverfahren an der Schlachthofpforte, sobald Schweine aus Restriktionsgebieten an den Schlachthof geliefert werden.

 

Um PDF-Dateien anschauen zu können, benötigen Sie den Acrobat Reader,
den Sie hier kostenlos downloaden können.

1. Verbringen von Schlachtschweinen bei ASP-Ausbruch bei Wildschweinen
[Stand 09-2020| Download PDF]

2. Verbringen von Zucht- und Nutzschweinen bei ASP-Ausbruch bei Wildschweinen
[Stand 09-2020| Download PDF]

3. Verbringen von Schlachtschweinen bei ASP-Ausbruch bei Hausschweinen
[Stand 12-2019| Download PDF]

4. Verbringen von Zucht- und Nutzschweinen bei ASP-Ausbruch bei Hausschweinen
[Stand 12-2019| Download PDF]

 

5. Prüfung an Schlachthofpforte bei ASP-Ausbruch bei Wildschweinen
[Stand 12-2019| Download PDF]

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bestehen Erlasse zur Statuserlangung. Schweinebetriebe, die als Status-Betriebe eingestuft werden, dürfen im ASP-Seuchenfall im Wildschweinebestand in Deutschland ihre Schweine schneller und leichter vermarkten, wenn sie sich in einem „gefährdeten Gebiet“ befinden.

 

In beiden Bundesländern können Anträge zur Teilnahme am Programm gestellt werden.

Gemeinsam mit dem zuständigen Veterinäramt sollte betriebsindividuell eine Entscheidung getroffen werden, ob die Teilnahme am ASP-Früherkennungsprogramm für den Betrieb sinnvoll ist (Kosten-Nutzen-Abwägung).

 

NRW-Merkblatt ASP-Früherkennungsprogramm
[Stand 06-2020| Download PDF]


Niedersächsisches ASP-Früherkennungsprogramm

[Stand 06-2020| Download PDF]


Checkliste ASP-Statusbetrieb Wildschweine

[Stand 08-2020| Download PDF]

ASP - Video 3
der © EFSA
African Swine Fever

Häufig gestellte Fragen

ASP ist für Menschen nicht gefährlich. Ausschließlich Wild- und Hausschweine können sich mit dem Virus anstecken. Für den Menschen oder für andere Haus- und Wildtiere stellt ASP keine Gefahr dar. Auch der Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Tieren stammen, ist für den Menschen gesundheitlich unbedenklich.

Bei Schwarzwild und Hausschweinen zeigen sich schwere Allgemeinsymptome, wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemprobleme. Durchfall und Blutungsneigung können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen teilweise eine verringerte Fluchtbereitschaft oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientierung. Die Erkrankung führt in fast allen Fällen zum Tod des Schweines innerhalb von sieben bis zehn Tagen.

Eine Übertragung ist über direkten Kontakt zwischen infizierten und nicht infizierten Tieren möglich, insbesondere über Blutkontakt. Darüber hinaus kann das Virus indirekt über verunreinigte Gegenstände (Werkzeuge, Fahrzeuge, Schuhe/Kleidung etc.), Lebensmittelreste oder über kontaminiertes Futter übertragen werden.

Nein, aktuell gibt es noch keinen Impfstoff. Die Forschung zur Entwicklung eines Impfstoffes läuft auf Hochtouren.

Nach dem ASP-Fund bei Schwarzwild ist ein sogenanntes gefährdetes Gebiet (inkl. Kerngebiet) festgelegt und eine Pufferzone eingerichtet worden. Die zuständige Behörde muss die Größe des Bezirkes entsprechend den Gegebenheiten vor Ort und den epidemiologischen Erkenntnissen festlegen. Als Anhaltspunkt kann gelten, dass das Kerngebiet einen Radius von 2 bis 3 km, das gefährdete Gebiet einen Radius von 10 ±5 km und die Pufferzone einen Radius von etwa 30 bis 45 km um den ASP-Fundort haben sollte. Aktuelle Informationen zur ASP-Ausbreitung finden Sie hier.

 

Das BMEL hat mit einer Änderung der nationalen Rechtssetzung ermöglicht, dass die zuständige Behörde im Ereignisfall spezifische Maßnahmen in einem von ihr bestimmten Gebiet anordnen kann. Das Verbringen von Schlacht-, Zucht- und Nutzschweinen aus gefährdeten Gebieten ist grundsätzlich verboten. Ausnahmen werden nur unter Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen laut Schweinepestverordnung von der zuständigen Veterinärbehörde genehmigt. Darüber hinaus greifen weitere seuchenhygienische Maßnahmen.

Für Hausschweine besteht ein geringeres Gefahrenpotenzial, wenn Biosicherheitsmaßnahmen vollumfänglich in den Betrieben umgesetzt werden. Sollte es dennoch zu einem Ausbruch im Hausschweinebestand kommen, wird nach den Vorgaben des Tierseuchenrechts vorgegangen, da die Krankheit anzeigepflichtig ist. Beim Auftreten der Erkrankung in einem Hausschweinbestand ist die Keulung aller Schweine des Bestandes unumgänglich. Sollte dieser Fall eintreten, wird der gesamte Bestand unschädlich entsorgt und der Betrieb gereinigt, desinfiziert und ggf. entwest.

Mit dem erstmaligen Fund von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland hat Westfleisch die für diesen Fall fest definierten Prozesse gestartet. Wenn der ASP-Fundort in der Nähe oder im Einzugsgebiet von Westfleisch liegt, werden die Kontrollen an den Schlachthöfen und die Desinfektionsmaßnahmen erhöht. Damit wird sichergestellt, dass kein ASP-infiziertes Tier geschlachtet wird. Wir haben uns in den vergangenen Monaten intensiv und bestmöglich auf diesen Tag vorbereitet. Ein Team von Experten aus allen Unternehmensbereichen hat mögliche Szenarien simuliert, passende Maßnahmen erarbeitet und den Kontakt zu allen relevanten Stellen aufgebaut. Zum derzeitigen Stand ist davon auszugehen, dass in der betroffenen Region derzeit für uns keine wesentlichen Hausschweinbestände in einem potentiellen Restriktionsgebiet („gefährdetem Gebiet“) liegen und dass kein direkter Lieferantenkontakt in die Region besteht.

Experten gehen von großen wirtschaftlichen Konsequenzen für den gesamten Schweinefleischmarkt aus. Dies fußt vor allem auf dem sofortigen Exportverbot von Schweinefleisch in Drittländer, für die ein abgestimmtes Veterinärzertifikat benötigt wird (z.B. China, Japan, Korea). Dies wird zu einem Rückgang der Schweinepreise führen, da Schweinefleisch und -nebenprodukte nur noch innerhalb Deutschlands bzw. der EU vermarktet werden können. Hinzu kommen Kosten für ein erhöhtes Entsorgungsaufkommen. Für die Landwirte können zudem erhöhte Kosten anfallen, um Schweine aus Risikogebieten weiterhin vermarkten zu dürfen. Diese Situation wird sich erst ändern, wenn Deutschland wieder mindestens zwölf Monate ASP-frei ist. Somit wird sich der deutsche Schweinefleischmarkt mittelfristig neu einpendeln müssen.

Der Export in Drittländer, für die ein abgestimmtes Veterinärzertifikat benötigt wird (z.B. China, Japan, Korea), kommt beim Ausbruch von ASP komplett zum Erliegen. Der Verkauf innerhalb der EU ist für Schweinefleischerzeugnisse möglich. Schlachtnebenprodukte von Schweinen aus einem gefährdeten Gebiet müssen nach derzeitiger Rechtslage innerhalb Deutschlands verarbeitet bzw. entsorgt werden.

Dank der lokalen Verteilung von sechs Schlachtstandorten in Nordwestdeutschland sowie einem großen Einzugsgebiet für Schlachttiere sind wir in der Lage, die Produktion flexibel zu gestalten. Die Versorgung unserer Handelspartner mit hochwertiger, makelloser Ware steht für uns an erster Stelle.

Der Ausbruch der ASP und das Einrichten von Restriktionsgebieten führt zu Einschränkungen bzw. erhöhten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Alle Informationen hierzu erhalten Sie in den Krisenhandbüchern vom DRV und von der Niedersächsischen Arbeitsgruppe der Wirtschaft.

 

Weitere wichtige Checklisten und Präsentationen haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt:

 

Checkliste "Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet" (ASP-Ausbruch bei Wildschweinen)

 

Checkliste "Schweinehaltung im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet" (ASP-Ausbruch bei Hausschweinen)

 

Checkliste für Viehfahrer im Seuchenfall

 

Mindestanforderungen zur Fahrzeug-Reinigung und Desinfektion

 

Im Seuchenfall: Verbringungsregel 1, Verbringungsregel 2, Verbringungsregel 3, Verbringungsregel 4

 

Präsentation mit zwei Szenarien: ASP innerhalb und außerhalb der Lieferregion

Generell sind keine großen Einschränkungen bei einem ASP-Ausbruch beim Wildschwein zu befürchten. Heu, Gras und Stroh aus gefährdeten Gebieten dürfen jedoch nur unter bestimmten Bedingungen an Schweine verfüttert werden. Des Weiteren ist Landwirten zu empfehlen heute schon dafür zu sorgen, dass Futtermittellieferanten das Futtersilo ohne Befahren des Betriebsgeländes befüllen können.

Im Falle eines Ausbruchs der ASP beim Hausschwein muss der Landwirt, dessen Hof in einem Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet liegt, eine Genehmigung einholen, dass Futtermitteltransporte zu seinem Hof stattfinden können.

Generell müssen Hygienemaßnahmen beim Transport durchgeführt werden. Alle Informationen hierzu erhalten Sie in den Krisenhandbüchern vom DRV und von der Niedersächsischen Arbeitsgruppe der Wirtschaft.

 

Weitere wichtige Informationen dazu finden Sie in der Checkliste "Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet" (ASP-Ausbruch bei Wildschweinen), in der Checkliste "Schweinehaltung im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet" (ASP-Ausbruch bei Hausschweinen) und in der Zusammenstellung der Mindestanforderungen zur Fahrzeug-Reinigung und Desinfektion.

Landwirte können durch striktes Umsetzen der Biosicherheitsanforderungen und der Umsetzung der Schweinehaltungshygieneverordnung das Risiko eines Eintrags der ASP in ihren Hausschweinebestand verhindern. Weitere Informationen und Präventionsmaßnahmen entnehmen Sie dem Krisenhandbuch für Schweinehalter, der Checkliste "Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet" (ASP-Ausbruch bei Wildschweinen), der Checkliste "Schweinehaltung im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet" (ASP-Ausbruch bei Hausschweinen) und der Zusammenstellung der Mindestanforderungen zur Fahrzeug-Reinigung und Desinfektion.

 

Darüber hinaus sind auf den Internetseiten des BMEL folgende Hinweise zu finden:

 

Merkblatt "Schutz vor Tierseuchen - was Landwirte tun können"

 

Merkblatt "Afrikanische Schweinepest: Vorsicht bei Jagdreisen"

 

Plakat "Schutz vor Tierseuchen im Stall"

Bei einem ASP-Ausbruch beim Wildschwein wird ein gefährdetes Gebiet um den Fundort eingerichtet. Dieses hat einen Radius von 10 ± 5 km. Um dieses Gebiet herum wird eine Pufferzone gezogen mit einem Radius von 30 bis 45 km. Diese Zonen werden durch die Veterinärbehörde und die EU-Kommission bestimmt. Als Teil des gefährdeten Gebietes kann zudem ein Kerngebiet (Radius 2 bis 3 km) eingerichtet werden. In diesem können weitere Regeln gelten, beispielsweise dass das Gebiet eingezäunt werden kann. Im gefährdeten Gebiet ist das Verbringen von Haus-, Zucht- und Schlachtschweinen verboten und kann nur durch Erfüllung strenger Verbringungsregeln durch die zuständige Veterinärbehörde genehmigt werden.
 
Bei einem Ausbruch der ASP beim Hausschwein werden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Auch hier ist der Transport von Schweinen untersagt und kann nur durch Erfüllung strenger Verbringungsregeln durch die zuständige Veterinärbehörde genehmigt werden. Zudem werden die Tiere des Ausbruchsbetriebes gekeult und unschädlich entsorgt.

Je nach Gebiet gelten verschiedene Regeln. Generell ist der Transport von Tieren in oder aus einem Restriktionsgebiet verboten. Dieser kann nur unter Einhaltung von festgelegten Regeln durch die verantwortliche Veterinärbehörde genehmigt werden. Zudem kann es im unmittelbaren Umfeld des ASP-Fundorts zu Einschränkungen des landwirtschaftlichen Verkehrs und der Bewirtschaftung von Flächen kommen. Alle Informationen hierzu erhalten Sie in den Krisenhandbüchern vom DRV und von der Niedersächsischen Arbeitsgruppe der Wirtschaft.

 

Weitere wichtige Checklisten und Präsentationen haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt:

 

Checkliste "Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet" (ASP-Ausbruch bei Wildschweinen)
[Download PDF]

 

Checkliste "Schweinehaltung im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet" (ASP-Ausbruch bei Hausschweinen)
[Download PDF]

 

Checkliste für Viehfahrer im Seuchenfall

 

Mindestanforderungen zur Fahrzeug-Reinigung und Desinfektion

 

Im Seuchenfall: Verbringungsregel 1, Verbringungsregel 2, Verbringungsregel 3, Verbringungsregel 4

 

Präsentation mit zwei Szenarien: ASP innerhalb und außerhalb der Lieferregion

Nach Durchführung der tierärztlichen Untersuchungen und der Genehmigung durch die zuständige Veterinärbehörde können Tiere aus Restriktionsgebieten verbracht werden. Hierfür werden zusätzliche ASP-Begleitpapiere benötigt (amtliche Genehmigung). Diese muss der Fahrer des Tiertransports auf dem Transport mitführen und auf Verlangen vorzeigen. Bei Transporten aus der Pufferzone wird eine Herkunftsbestätigung benötigt. Die Vorlagen für die entsprechenden Dokumente entnehmen Sie bitte dem aktuellen Krisenhandbuch des VDF für Schlachtbetriebe.

Bei einem Ausbruch der ASP beim Wildschwein hat neben den Auswirkungen auf die Verbringung von Schweinen ein Gemischtbetrieb für die anderen Tiere keine Restriktionen zu fürchten. Gegebenenfalls fordert die Veterinärbehörde eine Risikoanalyse an. Anders wäre es bei einem – nicht zu erwartenden – Ausbruch beim Hausschwein. Hier gelten Verbringungsverbote auch für andere Nutztiere, wenn sich der Hof in Sperrbezirk bzw. im Beobachtungsgebiet befindet, also in unmittelbarer Nähe des ASP-Ausbruchs. Diese sind jedoch zeitlich begrenzt. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Krisenhandbuch und dem Merkblatt "Maßnahmenübersicht Milchabholung/Verbringen von Rindern".

Bei einem ASP-Ausbruch beim Wildschwein ist die Milchabholung auf reinen Milchviehbetrieben uneingeschränkt möglich. Beim Ausbruch der ASP beim Hausschwein kann es zu Einschränkungen kommen, wenn es sich um einen Gemischtbetrieb mit Schweinehaltung handelt. Hier kommt es ggf. zu behördlichen Auflagen oder Maßnahmen, wenn der Hof in einem Risikogebiet liegt. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Merkblatt.