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ASP-Infos für Viehhandel und Logistik

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Die VDF-Flowcharts 1 bis 4 erläutern die Inlands-Verbringungsregeln für Schlacht-, Zucht- und Nutzschweine im ASP-Seuchenfall in Deutschland. Dabei wird unterschieden zwischen einem ASP-Ausbruch bei Wildschweinen oder Hausschweinen in Deutschland. Für diese Fälle gelten unterschiedliche Verbringungsregeln für Schweine.
Das VDF-Flowchart 5 erläutert das Prüfverfahren an der Schlachthofpforte, sobald Schweine aus Restriktionsgebieten an den Schlachthof geliefert werden.

 

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1. Verbringen von Schlachtschweinen bei ASP-Ausbruch bei Wildschweinen
[Stand 09-2019| Download PDF]

2. Verbringen von Zucht- und Nutzschweinen bei ASP-Ausbruch bei Wildschweinen
[Stand 09-2019| Download PDF]

3. Verbringen von Schlachtschweinen bei ASP-Ausbruch bei Hausschweinen
[Stand 12-2019| Download PDF]

4. Verbringen von Zucht- und Nutzschweinen bei ASP-Ausbruch bei Hausschweinen
[Stand 12-2019| Download PDF]

 

5. Prüfung an Schlachthofpforte bei ASP-Ausbruch bei Wildschweinen
[Stand 12-2019| Download PDF]

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bestehen Erlasse zur Statuserlangung. Schweinebetriebe, die als Status-Betriebe eingestuft werden, dürfen im ASP-Seuchenfall im Wildschweinebestand in Deutschland ihre Schweine schneller und leichter vermarkten, wenn sie sich in einem „gefährdeten Gebiet“ befinden.

 

In beiden Bundesländern können Anträge zur Teilnahme am Programm gestellt werden.

Gemeinsam mit dem zuständigen Veterinäramt sollte betriebsindividuell eine Entscheidung getroffen werden, ob die Teilnahme am ASP-Früherkennungsprogramm für den Betrieb sinnvoll ist (Kosten-Nutzen-Abwägung).

 

NRW-Merkblatt ASP-Früherkennungsprogramm
[Stand 06-2020| Download PDF]

 

Niedersächsisches ASP-Früherkennungsprogramm
[Stand 06-2020| Download PDF]

ASP – Schulungsvideo 1 Regeln für
Viehfahrer auf dem Schlachthof

ASP – Schulungsvideo 2 Regeln für

Viehfahrer auf landw. Betrieben

ASP-Video der © EFSA
African Swine Fever

Häufig gestellte Fragen

ASP ist für Menschen nicht gefährlich. Ausschließlich Wild- und Hausschweine können sich mit dem Virus anstecken. Für den Menschen oder für andere Haus- und Wildtiere stellt ASP keine Gefahr dar. Auch der Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Tieren stammen, ist für den Menschen gesundheitlich unbedenklich.

Bei Schwarzwild und Hausschweinen zeigen sich schwere Allgemeinsymptome, wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemprobleme. Durchfall und Blutungsneigung können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen teilweise eine verringerte Fluchtbereitschaft oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientierung. Die Erkrankung führt in fast allen Fällen zum Tod des Schweines innerhalb von sieben bis zehn Tagen.

Eine Übertragung ist über direkten Kontakt zwischen infizierten und nicht infizierten Tieren möglich, insbesondere über Blutkontakt. Darüber hinaus kann das Virus indirekt über verunreinigte Gegenstände (Werkzeuge, Fahrzeuge, Schuhe/Kleidung etc.), Lebensmittelreste oder über kontaminiertes Futter übertragen werden.

Nein, aktuell gibt es noch keinen Impfstoff. Die Forschung zur Entwicklung eines Impfstoffes läuft auf Hochtouren.

Nach dem ASP-Fund bei Schwarzwild ist ein sogenanntes gefährdetes Gebiet (inkl. Kerngebiet) festgelegt und eine Pufferzone eingerichtet worden. Die zuständige Behörde muss die Größe des Bezirkes entsprechend den Gegebenheiten vor Ort und den epidemiologischen Erkenntnissen festlegen. Als Anhaltspunkt kann gelten, dass das Kerngebiet einen Radius von 2 bis 3 km, das gefährdete Gebiet einen Radius von 10 ±5 km und die Pufferzone einen Radius von etwa 30 bis 45 km um den ASP-Fundort haben sollte. Aktuelle Informationen zur ASP-Ausbreitung finden Sie hier.

 

Das BMEL hat mit einer Änderung der nationalen Rechtssetzung ermöglicht, dass die zuständige Behörde im Ereignisfall spezifische Maßnahmen in einem von ihr bestimmten Gebiet anordnen kann. Das Verbringen von Schlacht-, Zucht- und Nutzschweinen aus gefährdeten Gebieten ist grundsätzlich verboten. Ausnahmen werden nur unter Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen laut Schweinepestverordnung von der zuständigen Veterinärbehörde genehmigt. Darüber hinaus greifen weitere seuchenhygienische Maßnahmen.

Für Hausschweine besteht ein geringeres Gefahrenpotenzial, wenn Biosicherheitsmaßnahmen vollumfänglich in den Betrieben umgesetzt werden. Sollte es dennoch zu einem Ausbruch im Hausschweinebestand kommen, wird nach den Vorgaben des Tierseuchenrechts vorgegangen, da die Krankheit anzeigepflichtig ist. Beim Auftreten der Erkrankung in einem Hausschweinbestand ist die Keulung aller Schweine des Bestandes unumgänglich. Sollte dieser Fall eintreten, wird der gesamte Bestand unschädlich entsorgt und der Betrieb gereinigt, desinfiziert und ggf. entwest.

Mit dem erstmaligen Fund von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland hat Westfleisch die für diesen Fall fest definierten Prozesse gestartet. Wenn der ASP-Fundort in der Nähe oder im Einzugsgebiet von Westfleisch liegt, werden die Kontrollen an den Schlachthöfen und die Desinfektionsmaßnahmen erhöht. Damit wird sichergestellt, dass kein ASP-infiziertes Tier geschlachtet wird. Wir haben uns in den vergangenen Monaten intensiv und bestmöglich auf diesen Tag vorbereitet. Ein Team von Experten aus allen Unternehmensbereichen hat mögliche Szenarien simuliert, passende Maßnahmen erarbeitet und den Kontakt zu allen relevanten Stellen aufgebaut. Zum derzeitigen Stand ist davon auszugehen, dass in der betroffenen Region derzeit für uns keine wesentlichen Hausschweinbestände in einem potentiellen Restriktionsgebiet („gefährdetem Gebiet“) liegen und dass kein direkter Lieferantenkontakt in die Region besteht.

Experten gehen von großen wirtschaftlichen Konsequenzen für den gesamten Schweinefleischmarkt aus. Dies fußt vor allem auf dem sofortigen Exportverbot von Schweinefleisch in Drittländer, u.a. in Richtung Asien. Dies wird zu einem Rückgang der Schweinepreise führen, da Schweinefleisch und -nebenprodukte nur noch innerhalb Deutschlands bzw. der EU vermarktet werden können. Hinzu kommen Kosten für ein erhöhtes Entsorgungsaufkommen. Für die Landwirte können zudem erhöhte Kosten anfallen, um Schweine aus Risikogebieten weiterhin vermarkten zu dürfen. Diese Situation wird sich erst ändern, wenn Deutschland wieder mindestens zwölf Monate ASP-frei ist. Somit wird sich der deutsche Schweinefleischmarkt mittelfristig neu einpendeln müssen.

Dank der lokalen Verteilung von sechs Schlachtstandorten in Nordwestdeutschland sowie einem großen Einzugsgebiet für Schlachttiere sind wir in der Lage, die Produktion flexibel zu gestalten. Die Versorgung unserer Handelspartner mit hochwertiger, makelloser Ware steht für uns an erster Stelle.

Bei einem ASP-Ausbruch beim Wildschwein wird ein gefährdetes Gebiet um den Fundort eingerichtet. Dieses hat einen Radius von 10 ± 5 km. Drumherum wird eine Pufferzone gezogen mit einem Radius von 30 bis 45 km. Diese Zonen werden durch die Veterinärbehörde und die EU-Kommission bestimmt. Als Teil des gefährdeten Gebietes kann zudem ein Kerngebiet (Radius 2 bis 3 km) eingerichtet werden. In diesem können weitere Regeln gelten, beispielsweise dass das Gebiet eingezäunt werden kann. Im gefährdeten Gebiet ist das Verbringen von Haus-, Zucht- und Schlachtschweinen verboten und kann nur durch Erfüllung strenger Verbringungsregeln durch die zuständige Veterinärbehörde genehmigt werden.

Bei einem Ausbruch der ASP beim Hausschwein werden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Auch hier ist der Transport von Schweinen untersagt und kann nur durch Erfüllung strenger Verbringungsregeln durch die zuständige Veterinärbehörde genehmigt werden. Zudem werden die Tiere des Ausbruchsbetriebes gekeult und unschädlich entsorgt.

Alle Informationen hierzu erhalten Sie in den Krisenhandbüchern vom DRV und von der Niedersächsischen Arbeitsgruppe der Wirtschaft.

 

Weitere wichtige Checklisten und Präsentationen haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt:

 

Checkliste "Schweinehaltung im gefährdeten Gebiet" (ASP-Ausbruch bei Wildschweinen)
[Download PDF]

 

Checkliste "Schweinehaltung im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet" (ASP-Ausbruch bei Hausschweinen)
[Download PDF]

 

 

Checkliste für Viehfahrer im Seuchenfall

 

Mindestanforderungen zur Fahrzeug-Reinigung und Desinfektion

 

Im Seuchenfall: Verbringungsregel 1, Verbringungsregel 2, Verbringungsregel 3, Verbringungsregel 4

 

Präsentation mit zwei Szenarien: ASP innerhalb und außerhalb der Lieferregion

Nach Durchführung der tierärztlichen Untersuchungen und der Genehmigung durch die zuständige Veterinärbehörde können Tiere aus Restriktionsgebieten verbracht werden. Hierfür werden zusätzliche ASP-Begleitpapiere benötigt (amtliche Genehmigung). Diese muss der Fahrer des Tiertransports auf dem Transport mitführen und auf Verlangen vorzeigen. Bei Transporten aus der Pufferzone wird eine Herkunftsbestätigung gebraucht. Die Vorlagen für die entsprechenden Dokumente entnehmen Sie dem aktuellen Krisenhandbuch des VDF für Schlachtbetriebe.

Wir empfehlen, das Krisenhandbuch auf das eigene Unternehmen anzuwenden und die darin enthaltenen Maßnahmen umzusetzen. Zudem sollten die Fahrer ihre Notfallkisten vorbereiten. Den Inhalt können Sie unserer Checkliste entnehmen. Hinzu kommen allgemeine Präventionsmaßnahmen. Dazu finden Sie Informationen auf folgenden Internetseiten:

 

 

Merkblatt "Schutz vor Tierseuchen – was Landwirte tun können"

 

Merkblatt "Afrikanische Schweinepest: Vorsicht bei Jagdreisen"

 

Plakat "Schutz vor Tierseuchen im Stall"

 

Stallschilder zur Biosicherheit