Info für Landwirte Ausgabe Oktober 2026

Mal unter uns: „Es geht nicht gegen den Markt“

Für viele Schweinehalter geht es derzeit um die blanke Existenz. Der Markt für Schlachtschweine ist mehr als schwierig – und wird es Experten zufolge auch noch bleiben. Warum ausgerechnet in dieser Lage die Vorkosten steigen müssen, begründet Westfleisch in diesem Artikel gegenüber den Landwirten. Der Schritt ist jetzt leider unumgänglich geworden.

Vom 1. November an greift eine neue Staffel der Vorkosten, je nach Größe der angelieferten Partie. Darüber hat Westfleisch die Vertragslandwirte in ausführlichen Schreiben Mitte Oktober informiert. Mit 2,70 Euro je Schwein fällt die Erhöhung im Vergleich zum Wettbewerb moderat aus. Westfleisch orientiert sich dabei ausschließlich an der aktuellen Kostenentwicklung, wobei selbst die jetzige Anpassung die gestiegenen Kosten nicht ausgleicht. Insbesondere die Aufwendungen für Energie, Wasser und Personal sind deutlich gestiegen. Hinzu kommen steigende Kosten für die technischen Anlagen und für den Transport.

Schritt war unumgänglich

In den vergangenen 13 Jahren hat Westfleisch die Vorkosten nur vereinzelt angepasst – trotz mitunter erheblicher Kostensteigerungen über diesen langen Zeitraum. Die Westfleisch-Verantwortlichen haben auch in diesem Jahr lange gehofft, dass die Entwicklung der Märkte noch abzufedern sei. Aber jetzt auch wir nicht mehr drumherum, die Vorkosten zu erhöhen und so einen Teil unserer hohen Kosten zu decken. Dabei ist der Frust der Landwirte angesichts der desolaten wirtschaftlichen Lage auf den Höfen gut nachzuvollziehen; für viele Betriebe führt die Krise zu großen Problemen und Liquiditätsengpässen. 

Doch die Märkte in Europa sind schwer unter Druck. Dem ist auch unsere Genossenschaft ausgesetzt. Seit März dieses Jahres ist zu beobachten, dass das Lebendangebot an Schlachtschweinen, vor allem aus Dänemark und Spanien, steigt und den Markt regelrecht flutet. Auch Westfleisch kann nicht gegen den Markt agieren. Unser Unternehmen ist nur deshalb einigermaßen durch den Sommer gekommen, weil wir uns in den vergangenen Jahren in der Breite über alle Warengruppen deutlich besser positionieren und verlässliche Abnehmer aufbauen konnten. 

Westfleisch hat im Inland soliden Absatz von ITW-Ware im Lebensmitteleinzelhandel, und der LEH hat jüngst wieder betont, dass er zu seinen Zusagen steht. Doch nur ein Drittel des Schweinefleisches geht in Deutschland überhaupt über die Ladentheke. Der Rest wird über die verarbeitende Industrie und den Außer-Haus-Verzehr vermarktet oder geht in den Export. 

Kein rein deutsches Vermarktungsthema

Und genau hier drücken insbesondere Spanien und Dänemark massiv auf die Märkte. Insbesondere bei den Ausgleichsmengen in Richtung Binnenexport Europa ist Westfleisch dem starken Wettbewerb mit Dänen und Spaniern ausgesetzt und infolgedessen preislich erheblich unter Druck geraten – beispielsweise beim Export von Schinken nach Italien, von Koteletts Richtung Polen oder von Bäuchen in Richtung Holland und England. Diese Märkte sind jedoch sehr wichtig, um die Angebotswellen im Lebensmitteleinzelhandel immer wieder auszugleichen. 

Zudem werden jetzt im Herbst die Kontrakte zum Jahresende und für das Weihnachtsgeschäft mit Osteuropa gemacht. Und dort ist von den Abnehmern zu hören, dass ihnen drei- bis viermal so viel Ware angeboten wird wie sonst. Sie profitieren mithin von dem viel zu hohen Angebot in Europa und nutzen natürlich gerne die günstigere Ware. 

Westfleisch hätte, um die Preisentwicklung realistisch aufzufangen, eigentlich schon früher reagieren müssen. Die lange gehegte Hoffnung auf ein besser und stärker werdendes Geschäft hat sich nicht erfüllt. Jetzt ist dieser Schritt, den der Wettbewerb bereits vor Längerem gemacht hat, auch für unsere Genossenschaft unumgänglich geworden. Die Zuspitzung des Marktdrucks in den vergangenen Wochen ließ keine andere Handlungsoption zu. 

Moderate Anpassung

Dennoch wollen wir bei Westfleisch unseren Einsendern im Vergleich mit anderen die möglichst besten Konditionen bieten. Dazu gehört, 

• dass die Anfahrtspauschale pro Betrieb jetzt komplett entfällt, 

• dass wir auf volle Züge in der Erfassung setzen, um die Transporte effizient und biosicher zu machen,

• dass die Entfernung zum Schlachthof keine Rolle spielt

• und wir eine insgesamt moderate und faire Preisgestaltung anstreben.

Am Markt kommt niemand vorbei, weder die Bauern noch die Schlachtunternehmen. Jetzt ist mehr denn je die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Wir sind an dem Punkt, wo es um die Existenz der gesamten Branche geht.

Neuer Vorstand der Westfleisch Finanz AG: André Gerbermann

Historie einer Partnerschaft

Herr Gerbermann, seit wann liefern Sie an Westfleisch und wie hat sich die Zusammenarbeit entwickelt?
Das begann ungefähr mit der Hofübernahme in 2001. Der damalige Einkaufsleiter Josef Beuck hatte mich für eine Partnerschaft im „TranspaRind-Programm“ begeistert. Bis dahin hatten wir keine genossenschaftliche Bindung zu Westfleisch.

Unsere Bullen wurden viele Jahre in Hamm geschlachtet, heute liefern wir aufgrund der Spezialisierung der Standorte nach Lübbecke. Die Zusammenarbeit ist gut und vertrauensvoll. Natürlich gibt es auch kritische Themen, die von den jeweiligen Westfleisch-Ansprechpartnern konstruktiv und zumeist wohlwollend bearbeitet werden.

Sie engagieren sich seit vielen Jahren in den Gremien der Genossenschaft. Was hat Sie dazu motiviert?

2004 wurde ich als Aufsichtsratsmitglied der Westfleisch-Finanz AG gewählt. Für mich sind die Gremien eine wichtige Möglichkeit, die Entwicklung der Genossenschaft mitzugestalten. Eine solche Mitsprache wäre in einem privat geführten Unternehmen kaum denkbar. Das ist für mich ein echter Mehrwert.

Als Gremiumsmitglied lernt man zudem schnell, dass ein höherer Schlachterlös zwar leicht zu fordern ist, Marktmechanismen im Lebensmittel-Einzelhandel und Abhängigkeiten von globalen Märkten dies aber schnell ausbremsen.

Als Vertreter der landwirtschaftlichen Anteilseigner bringen wir auch die Anliegen unserer Berufskollegen ein. Gleichzeitig müssen wir die wirtschaftliche Stärke von Westfleisch im Blick behalten. Nur wirtschaftlicher Erfolg schafft die Grundlage für Investitionen und eine positive Entwicklung des Unternehmens.

Seit diesem Jahr sind Sie Vorstandsvorsitzender der Westfleisch Finanz AG. Was bedeutet Ihnen das Amt und wie möchten Sie es ausfüllen?

Westfleisch hat sich als genossenschaftlicher Vermarkter in den vergangenen Jahrzehnten mit Augenmaß zu einem der wichtigsten Handelspartner im Bereich Fleisch des deutschen Einzelhandels entwickelt. Diese Entwicklung an vielen Stellen aktiv mitbegleitet zu haben, ist für mich sehr wertvoll.

Daran möchte ich als Vorstandsvorsitzender der Westfleisch Finanz AG anknüpfen und mit sinnvollen Investitionen in die Standorte der Genossenschaft die Zukunftsfähigkeit von Westfleisch stärken. Gleichzeitig möchte ich den Aktionären eine gute Perspektive für ihr eingebrachtes Kapital geben.

Alltag auf dem Bullenmastbetrieb

Warum haben Sie sich für die Bullenmast entschieden – und was fasziniert Sie bis heute daran?
Meine Eltern hatten sich bereits auf die Bullenmast spezialisiert. Den Bereich Mastschweine konnte ich während meiner Ausbildung kennenlernen. Er hat mich allerdings nicht dazu motiviert, auf unserem Hof eine Schweinehaltung aufzubauen. Die großen Tiere haben auf mich einfach immer einen größeren Reiz ausgeübt.

Welche Rolle spielen Innovationen und neue Technologien auf Ihrem Betrieb?

Seit elf Jahren setzen wir auf ein automatisches Fütterungssystem für unsere Bullen. Als wir die Technik installiert haben, nutzten erst wenige Großviehbetriebe in Nordrhein-Westfalen vergleichbare Fütterungsroboter. Heute sind solche Systeme bei vielen Neubauten Standard. Wir konnten damit die Futteraufnahme und die Tiergesundheit deutlich verbessern und sind noch heute froh über diese Investition. 

Aktuell testen wir außerdem ein innovatives Güllesystem aus Irland. Dabei wird die Mikrobiologie der Gülle mit geringem technischem Aufwand beeinflusst, um insbesondere die Aktivität aerober Mikroorganismen zu fördern.

Wie hat sich Ihr Betrieb in den vergangenen Jahren entwickelt? Worauf sind Sie besonders stolz?

Mit den angesprochenen Weiterentwicklungen des Fütterungs- und Güllesystems gehen wir mit der Zeit. Dadurch konnten wir die Tiergesundheit und die Nettozuwächse deutlich verbessern. Auch die Umstellung auf Haltungsform 3 im Jahr 2024 hat das Tierwohl gesteigert und war auch betriebswirtschaftlich für mich die richtige Entscheidung.

Blick auf die Branche

Was wünschen Sie sich von Politik, Handel und Gesellschaft für die Zukunft der deutschen Rindermast?
Von der Politik wünsche ich mir mehr Planungs- und Rechtssicherheit für Investitionen in die Tierhaltung. Vom Handel wünsche ich mir mehr Verlässlichkeit bei den Anforderungen an die Haltungsbedingungen. Ein Bulle ist mindestens 12 bis 14 Monate auf dem Betrieb und wird häufig in verschiedenen Stallungen gehalten. Neue Anforderungen wirken sich deshalb auch auf den Einkauf von Kälbern und Fressern aus und bringen Unruhe in die betrieblichen Abläufe. Das hat nicht immer mit dem gewünschten Tierwohl zu tun.

Wir Landwirte wollen, dass es unseren Tieren gut geht. Sie sind unser Kapital, und nur gesunde Tiere sind wirtschaftlich. Die Anforderungen müssen deshalb praxisgerecht sein und dürfen nicht zu starr bewertet werden. Der Handel muss zudem darauf achten, die Landwirte bei den stetig wachsenden Herausforderungen nicht zu verlieren.

Von der Gesellschaft wünsche ich mir ein offenes Ohr für den Dialog. Das Wissen über moderne Tierhaltung ist aus meiner Sicht zunehmend verloren gegangen. Dadurch wird es schwieriger, unsere Arbeit zu erklären. Wir Landwirte setzen jeden Tag alles daran, unsere Ställe zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und stetig zu optimieren.

Sie haben auf Ihrem Betrieb bereits Fachveranstaltungen wie „Zukunft Rindermast“ ausgerichtet. Warum ist Ihnen der Austausch mit Berufskollegen so wichtig?

Wir benötigen den Austausch mit Politik, Handel und Verbrauchern, um unsere Arbeit mit der Natur und den Tieren zu erklären. Dafür brauchen wir Landwirte, die sich und ihre Höfe öffnen – sei es für Fachveranstaltungen wie „Zukunft Rindermast“, Besuche von Kindergärten und Schulen, Gespräche mit Entscheidern aus Handel und Politik oder den Austausch unter Berufskollegen.

Nur dadurch können wir unsere Zukunft sichern. Das kann ich nicht nur von anderen Landwirten einfordern, sondern muss mich auch selbst einbringen.

Das sehe ich auch als Appell an meine Berufskollegen: Wir müssen nicht nur auf unseren Höfen für unsere Arbeit brennen, sondern dies auch nach außen tragen. Die beste Werbung für unser Tun sind wir selbst, indem wir für unsere Arbeit einstehen.

Privatleben im Hause Gerbermann

Welche Rolle spielt Ihre Familie auf dem Betrieb?
Eine sehr wichtige Rolle. Meine Frau und ich führen den Betrieb gemeinsam. Unsere Kinder sind der Landwirtschaft ebenfalls sehr verbunden. Ein Sohn ist bereits in der Ausbildung, der andere macht gerade sein Fachabitur im Bereich Landwirtschaft. In ihrer Freizeit unterstützen sie beide gerne zu Hause und bringen ihre Ideen und Meinungen in den Alltag auf dem Hof ein.

Wie gelingt es Ihnen, Ehrenamt, Gremienarbeit und den eigenen Betrieb unter einen Hut zu bringen?

Es ist immer die Teamleistung von Familie, Auszubildenden und Mitarbeitern, die mir die nötigen Freiräume für das Ehrenamt ermöglichen.

Was macht André Gerbermann, wenn einmal kein Stall und keine Sitzung auf dem Programm stehen?

Dann arbeite ich gerne in unserer hofeigenen Brennerei. Darüber hinaus treffe ich mich gerne mit Freunden oder unternehme größere Fahrradtouren.

Eine letzte Frage

Welche Aussage beschreibt für Sie persönlich die Landwirtschaft, wie Sie sie kennen und schätzen, am besten?
Wer für die Landwirtschaft brennt und Leidenschaft mitbringt, der wird Erfolg ernten!

80 Jahre Landwirtschaftsverlag: Westfleisch gestaltet Zukunft mit

Am 8. Oktober feierte der Landwirtschaftsverlag in Münster sein 80-jähriges Bestehen. Was 1946 mit der Gründung eines Verlags durch drei Landwirte begann, hat sich zu einer international tätigen Mediengruppe entwickelt.

Beim Jubiläum stand allerdings nicht nur der Blick zurück im Mittelpunkt, sondern vor allem die Frage, wie die Land- und Ernährungswirtschaft ihre Zukunft erfolgreich gestalten kann. Westfleisch unterstützte die Veranstaltung als Sponsor und beteiligte sich zugleich an der zum Jubiläum gestarteten Kampagne „Gemeinsam die Zukunft gestalten“.

Ein Höhepunkt war die Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertretern aus Landwirtschaft, Industrie, Lebensmittelverarbeitung und Handel. Unser Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Westermann machte dabei deutlich, vor welchen wirtschaftlichen Herausforderungen viele landwirtschaftliche Betriebe stehen. Seine klare Botschaft: „Als Erstes brauchen wir Liquidität.“ Bevor Betriebe in neue Technik, moderne Haltungssysteme oder weitere Anforderungen investieren könnten, müsse ihre wirtschaftliche Basis stimmen. Gleichzeitig betonte Westermann die Innovationskraft der Branche und die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Entscheidend sei, dass sich Investitionen für die landwirtschaftlichen Betriebe auch wirtschaftlich lohnen.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Mit der gleichnamigen Kampagne möchte der Landwirtschaftsverlag gemeinsam mit zwölf Unternehmen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft die Bedeutung der Branche für Wirtschaft und Gesellschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Westfleisch gehört zu den Partnern der Initiative.

In den kommenden Monaten sollen über eine eigens eingerichtete Website und die Medienkanäle des Verlags positive Impulse gesetzt und die Chancen der Branche sichtbar gemacht werden. Dabei geht es auch darum, den Wert des Landlebens hervorzuheben und zu zeigen, wie Stadt und Land voneinander profitieren.

Für Westfleisch ist die Beteiligung ein wichtiges Zeichen: Eine zukunftsfähige Land- und Ernährungswirtschaft braucht wirtschaftlich tragfähige Betriebe, verlässliche Rahmenbedingungen und starke Partnerschaften. Denn die Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen – im engen Schulterschluss von Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gesellschaft. 

Schulze Kalthoff beim Lippegespräch

Beim diesjährigen Lippegespräch in Werne diskutierte unser Vorstandsmitglied Michael Schulze Kalthoff, mit Vertretern aus Politik und Landwirtschaft, über die aktuelle Marktlage und die Herausforderungen für die Betriebe.

Wie angespannt die Situation am Schweinefleischmarkt derzeit ist, erläuterte Schulze Kalthoff beim Lippegespräch auf dem Hof Laurenz in Werne-Stockum. Internationale Überangebote hätten zu deutlich gesunkenen Preisen geführt und sorgten bei den Schweinehaltern in der Region für erhebliche Sorgen. Anders stellt sich die Lage bei Rind- und Geflügelfleisch dar: Hier treffen eine hohe Nachfrage und entsprechend gute Preise aufeinander.

Neben der Marktentwicklung standen auch politische Rahmenbedingungen im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der die CDU-Stadtverbände Bergkamen, Lünen, Selm und Werne eingeladen hatten. Staatssekretär Dr. Martin Berges aus dem NRW-Landwirtschaftsministerium informierte unter anderem über geplante Maßnahmen zum Bürokratieabbau und die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Der Austausch mit den mehr als 70 Teilnehmern machte deutlich, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen und ein offener Dialog zwischen Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik sind. Ziel muss es sein, die Betriebe zu entlasten und ihnen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Perspektiven zu eröffnen.

Hubert Kelliger neuer stellv. Vorstandsvorsitzender des VDF

Im Rahmen der Vorstandssitzung des Verbands der Fleischwirtschaft (VDF) ist Hubert Kelliger, Vertriebsleiter von Westfleisch, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden.

Gemeinsam mit Gereon Schulze Althoff, der die Themen Export und Veterinärangelegenheiten betreut, sowie Matthias Rudolph, der weiterhin den Bereich Import verantwortet, wird er den VDF-Vorstandsvorsitzenden Martin Müller bei zentralen Zukunftsfragen der Branche unterstützen.

Eine starke Fleischwirtschaft braucht eine starke Landwirtschaft. Dafür möchte ich mich im VDF einsetzen – mit klarer Stimme für unsere Betriebe und verlässlichen Rahmenbedingungen.
Hubert Kelliger, Vertriebsleiter Westfleisch

Kelliger wird sich insbesondere in die Themen Landwirtschaft und Zeichenpolitik einbringen. Für Westfleisch und die genossenschaftlichen Mitglieder bleibt ein enger Austausch entlang der Wertschöpfungskette wichtig: Die Anliegen der landwirtschaftlichen Betriebe und die Anforderungen der Fleischwirtschaft sind eng miteinander verbunden. Die Mitarbeit im VDF bietet eine wichtige Plattform, um diese Perspektiven in die Verbandsarbeit einzubringen.

CERES AWARD: Theresa Ungru „Landwirtin des Jahres 2026“

Große Auszeichnung für unsere langjährige Vertragspartnerin: Theresa Ungru aus Hörstel wurde am 21. Oktober in Berlin mit dem CERES AWARD 2026 als „Landwirtin des Jahres“ ausgezeichnet. Zudem gewann sie die Kategorie „Unternehmerin des Jahres“.

Die 39-Jährige führt den Familienbetrieb Hof Ungru, auf dem Schweinemast und Ackerbau mit erneuerbaren Energien verbunden werden. Die Jury überzeugte insbesondere, wie konsequent sie Tierwohl, regenerative Landwirtschaft und regionale Verantwortung zu einem zukunftsfähigen Betriebskonzept vereint.

Theresa Ungru ist seit rund 15 Jahren Vertragslandwirtin bei Westfleisch. Wir gratulieren ihr herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung und freuen uns, eine so engagierte und innovative Landwirtin zu unseren Vertragspartnern zählen zu dürfen.

Wacken 2026 Azubi-Film

16 Azubis, eine Woche Wacken Open Air und jede Menge Teamwork: Auf dem legendären Heavy-Metal-Festival waren unsere Nachwuchskräfte mittendrin statt nur dabei. Sie packten am Westfleisch-Stand mit an und kamen direkt mit den Festivalbesuchern ins Gespräch. Wie sie diese besondere Woche erlebt haben? Jetzt Film anschauen!

Im internationalen Dialog auf der SIAL Paris 2026

Vom 17. bis 21. Oktober 2026 präsentierte sich Westfleisch mit einem Messestand und einem engagierten Team auf der SIAL Paris. Die weltweit größte internationale Fachmesse für die Agrar- und Lebensmittelindustrie bot eine wichtige Plattform, um sich mit internationalen Marktpartnern und Branchenvertretern auszutauschen.

Mit vor Ort waren Vorstandsmitglied Michael Schulze Kalthoff und Exportleiter Jan-Bernd Stärk. Im Mittelpunkt standen die Pflege bestehender Partnerschaften, neue Kontakte und Perspektiven für internationale Märkte.

Für unsere landwirtschaftlichen Mitglieder sind verlässliche Absatzbeziehungen und der Zugang zu unterschiedlichen Märkten wichtige Bausteine einer erfolgreichen genossenschaftlichen Vermarktung.

Starke internationale Partnerschaften eröffnen neue Marktchancen – und sichern Perspektiven für unsere landwirtschaftlichen Mitglieder.
Michael Schulze Kalthoff, Vorstandsmitglied

Ein besonderes Highlight: der Besuch von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer am Westfleisch-Messestand. Der persönliche Austausch mit politischen Vertretern bietet Gelegenheit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und die Themen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in den Dialog einzubringen – national wie international.

Messen & Veranstaltungen Westfleisch ist dabei!

  • 10.11.–13.11.2026 EuroTier, Hannover

  • 14.11.2026 CoeMBO, Coesfeld

  • 15.01.–24.01.2027 Grüne Woche, Berlin

Zwei Menschen reichen sich die Hand, man sieht aber nur die Arme. In der unteren Bildmitte ist das Siegel für die Tierhaltungsform 3 zu sehen.
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