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Häufig gestellte Fragen

Regelmäßig stellen uns Coesfelder Bürgerinnen und Bürger, Anlieger und Interessierte Fragen zu unserem Betrieb, zu unseren Plänen und zu vielen grundsätzlichen Punkten. Nachfolgend haben wir eine Reihe häufig gestellter Fragen beantwortet.
Ihnen fehlt ein Thema? Stellen Sie uns Ihre Frage bitte über dieses Formular - wir antworten Ihnen gerne!

 


Mit dem bereits in 2018 initiierten Strukturprojekt „Westfleisch 2025“ investieren wir zielgerichtet in unsere einzelnen Produktionsbetriebe, um ihre jeweiligen Vorzüge noch besser nutzen zu können. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Aspekten Qualität, Tierwohl, Klimaschutz, Flexibilität und Effizienz. Auch unser Fleischcenter in Coesfeld wollen wir nun entsprechend weiterentwickeln. Auf diese Weise sichern wir die Zukunft von Westfleisch als wichtigen regionalen Partner im Nordwesten Deutschlands.

 

 

Westfleisch baut aktuell moderne Sozialräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein neues Kühlhaus. Dieses energieeffiziente Kühlhaus bietet künftig den nötigen Platz, um die steigenden Sortieranforderungen für verschiedene Tierwohl- und Regional-Klassifizierungen zu erfüllen.

1928 gegründet, vermarktet Westfleisch die von seinen rund 4.700 Mitgliedsbetrieben erzeugten Produkte. Die Landwirte, die ihre Tiere an Westfleisch liefern, sind Mitglieder und Eigentümer der Genossenschaft. Sie sind nicht nur ideell, sondern auch finanziell beteiligt. Das bedeutet: Der Rückfluss von erwirtschafteten Gewinnen von Westfleisch stärkt zusätzlich die landwirtschaftlichen Betriebe und somit die gesamte Region Coesfeld. In den vergangenen zehn Jahren hat Westfleisch auf diese Weise über 200 Millionen Euro an die heimische Landwirtschaft zurückgeben können – die wiederum in moderne Stallbauten, innovative Maschinen oder alternative Energieanlagen und ähnlichem investiert wurden. Solche Rückflüsse sind in unserer Branche ansonsten nicht üblich. Schließlich ist unser Betrieb verlässlicher Zahler von Steuern, Gebühren und Abgaben, die den Kassen von Stadt, Kreis und Land zugutekommen.

Sie sehen es selbst an der Vielzahl an verschiedenen Labeln bei Ihrem Einkauf: Im Einzelhandel gibt es immer mehr Schweinefleischprodukte, die sich hinsichtlich Haltungsform, Regionalität und anderen Kundenwünschen unterscheiden. Diese dadurch wachsende Vielzahl an Vorprodukten müssen wir innerhalb der Herstellungs- und Lagerprozesse genau voneinander trennen. Dafür sind entsprechende Flexibilität und Sortiermöglichkeiten vonnöten. Und die brauchen Platz - mehr Platz als aktuell vorhanden. Deshalb wollen wir unsere Fläche vergrößern, Kühlkapazitäten ausbauen und die Grundgesamtheit erhöhen. In diesem baulichen Zusammenhang sollen auch die Voraussetzungen für eine um rund ein Viertel (von 55.000 auf 70.000) erhöhte, durchschnittliche Anzahl an Wochenschlachtungen geschaffen werden.

Sie kennen das wahrscheinlich aus eigener Erfahrung vom Kauf einer neuen Waschmaschine, eines Kühlschranks oder der neuen Heizung: Technik entwickelt sich weiter. Davon profitieren Umwelt, Sicherheit und Qualität. Und genau so, wie die neuen Geräte immer weniger Ressourcen verbrauchen, ist es auch mit unserem Fleischcenter. Bereits mit den aktuellen Baumaßnahmen verringert Westfleisch dank modernisierter Anlagen und des Einbaus innovativer Technologien die Gerüche und Geräusche für die Anlieger. Zusätzlich wird ein neuer Biofilter die Geruchsemissionen weiter reduzieren. Und auch nach einer etwaigen Erweiterung werden die Gerüche und Geräusche entsprechend geringer sein – trotz zunehmender Menge.

Weniger Energie, weniger Wasser, weniger Ressourcenverbrauch - auch das ist eines unserer Nachhaltigkeitsziele, das nur mit Modernisierungen zu erreichen ist. Dank der zunehmenden Effizienz und Automatisierung brauchen für wir eine Kapazitätssteigerung von rund 25 Prozent nur etwa 10 Prozent mehr Arbeitskräfte.

Der Grundwasserspiegel bleibt unberührt. Der größte Wasserverbrauch bei Westfleisch in Coesfeld entsteht bei der täglichen Reinigung des Betriebs – nicht im Schlachtprozess. Die Erlaubnis zur Entnahme von Grundwasser beinhaltet eine maximal zulässige Fördermenge von Wasser aus eigenen Brunnen. Diese Menge wird auch künftig nicht erhöht. Den über die Brunnenwassermenge hinausgehenden Bedarf decken wir auch heute schon durch Zukauf von Stadtwasser ab.

Unser Abwasser ist im Vergleich zu dem Abwasser aus anderen Industriebereichen sehr gut behandelbar und trägt maßgeblich zur konstanten Auslastung und zum reibungslosen Betrieb der städtischen Kläranlage bei. Auf diese Weise und mit den Abwassergebühren, die Westfleisch jährlich an die Stadtwerke zahlt, steuern wir einen Gutteil dazu bei, dass die Abwassergebühr für die Bevölkerung in Coesfeld anders als in vielen anderen Städten seit Jahren konstant ist.

Weiterhin werden die meisten Schlachttiere aus dem heute schon bestehenden Liefergebiet um Coesfeld herum stammen. Hier in unserer Region ist die Zahl der Schweinebestände je 100 Hektar Fläche deutschlandweit mit am höchsten. Interessant zu wissen: Nicht einmal die Hälfte aller im Umkreis von 70 km um Coesfeld lebenden Schweine werden derzeit in unserem Fleischcenter geschlachtet. Das bedeutet: Künftig wird sich für mehr Tiere eine kürzere Transportdauer als bislang ergeben.

Das Fleischcenter von Westfleisch in Coesfeld arbeitet in der Tradition eines klassischen "Erzeuger-Schlachthofs": In der Region sind mehrere hundert landwirtschaftliche Familienbetriebe beheimatet, die als Mitglieder und Eigentümer der Genossenschaft ihre Schweine größtenteils bereits seit Jahrzehnten mit kurzen Transportwegen an "ihr" Vermarktungsunternehmen liefern.

Westfleisch bedient in erster Linie den heimischen Markt. Zu den Hauptabnehmern zählen Fleischverarbeiter und Handelsunternehmen aus der nordwestdeutschen Region. Daneben nimmt der Export bei der möglichst vollständigen und damit nachhaltigen Vermarktung des Tieres eine entscheidende Rolle ein. Artikel, die sich hierzulande auf Grund der Verzehrgewohnheiten kaum mehr platzieren lassen, gelten beispielsweise in verschiedenen asiatischen Ländern als Delikatesse. Hingegen sind die von den hiesigen Verbrauchern besonders begehrten Produkte - gerade in Spitzenzeiten wie z.B. der Grillsaison - nicht in ausreichender Menge verfügbar; entsprechend werden sie heute importiert.

Die Exportquote von Westfleisch beläuft sich derzeit auf rund 35 Prozent. In den Jahren vor den aktuellen Exportbeschränkungen in einige asiatische Länder lag sie bei knapp 40 Prozent.

Das wichtigste Credo, um die komplexen Zusammenhänge in der deutschen Fleischwirtschaft zu verstehen, lautet: "In Deutschland wird kein Tier gezielt nur für den Export geschlachtet". Der Fleischexport ist somit ein unverzichtbararer Baustein für eine ganzheitliche, nachhaltige Vermarktung.

Interessante Hintergründe und Zahlen dazu finden Sie übrigens auch im Info-Portal der deutschen Fleischwirtschaft: https://www.fokus-fleisch.de/export

Mit rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Westfleisch in der Region ein wichtiger Arbeitgeber. Konzernweit bieten wir eine Vielzahl an Berufen und 12 verschiedene Ausbildungsrichtungen für aktuell 113 Azubis. Zudem beauftragen wir wie jeder andere größere Produktionsbetrieb permanent eine Reihe von lokalen und regionalen Handwerksbetrieben mit unterschiedlichen Aufgaben. Auch diese Partnerschaften zahlen auf den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt Coesfeld ein.

Nein. Bei Westfleisch in Coesfeld gehören alle 1.200 Beschäftigten zur Stammbelegschaft, sie sind direkt beim Unternehmen angestellt.

Ja. Als eines der wenigen Unternehmen in der Branche hat Westfleisch bereits seit Jahren mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ausgehandelte Tarifverträge, eine lebendige Arbeitnehmermitbestimmung und funktionierende Betriebsräte. Seit dem 1. Januar 2021 sind nun alle rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmensgruppe direkt bei Westfleisch unbefristet angestellt – auch die etwa 1.200 Beschäftigten in Coesfeld. Es gibt sechs Lohnstufen – die niedrigste liegt oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Hier sind weniger als 20 Prozent aller Beschäftigten von Westfleisch eingestuft. Sämtliche Arbeitsmaterialien und Arbeitskleidung werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Alle Beschäftigten, die dies wünschen, unterstützt Westfleisch bei der Wohnungssuche oder stellt eine Wohnung zum Anmieten zur Verfügung. So startete das Unternehmen in der zweiten Hälfte 2020 die aktive Wohnraumbeschaffung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Standards der Unterkünfte sollen künftig überall verlässlich oberhalb der gesetzlichen Regeln liegen. Das verantwortliche Team sichtet daher laufend Wohnungen, oftmals gemeinsam mit Behörden: sowohl Wohnungen, deren Mietverhältnisse Westfleisch von Werkvertragsunternehmen übernommen hat, als auch vom Unternehmen selbst neu gefundene. Bei Bedarf werden sie modernisiert, renoviert und nach einem festgelegten Standard ausgestattet. Auch Neubau-Projekte mit Investoren werden umgesetzt. Der Zustand der Wohnungen wird regelmäßig kontrolliert. Das Wohnraum-Management ist ein permanenter Prozess – wir haben konzernweit bereits über 800 Wohnungen für all diejenigen angemietet, die daran Interesse haben. Für die Coesfelder Beschäftigten sind dies rund 170 Wohnungen in Coesfeld und Umgebung. Unsere Mitarbeiter wohnen hier überwiegend zu dritt, zu viert oder zu fünft.

An jedem Standort – auch in Coesfeld – hat Westfleisch Integrationsbetreuer, die den Beschäftigten jeden Tag mit Rat und Tat auch in arbeitsfremden Punkten zur Seite stehen. Allen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wichtige Hürden bei der Integration direkt aus dem Weg geräumt: So übernimmt Westfleisch zum Beispiel die Anmeldung bei den Ämtern, den Abschluss einer Krankenversicherung, die Vermittlung einer Wohnung mitsamt der Abrechnung aller Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser, GEZ, Kabelanschluss) sowie bei Bedarf die Vermittlung von Kita- und Schulplätzen. Zudem bietet Westfleisch bereits seit 2019 Sprachkurse an – aktuell wird aufgrund der Corona-Einschränkungen allen Beschäftigten eine für sie kostenlose Sprachlern-App zur Verfügung gestellt.